07.02.2020, 07:28 Uhr

Berlin (AFP) Laschet warnt nach Thüringen-Debakel vor "innerparteilichem Machtkampf"

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Quelle: AFP/Archiv/Odd Andersen (Foto: AFP/Archiv/Odd Andersen). Quelle: AFP/Archiv/Odd Andersen (Foto: AFP/Archiv/Odd Andersen)

CDU-Vize: Präsidium soll Abgrenzung zu AfD noch einmal klarstellen

Nach dem Debakel bei der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen hat der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) vor einem Machtkampf innerhalb seiner Partei gewarnt. "Die Lage in Thüringen ist so ernst, dass man keinen innerparteilichen Machtkampf daraus machen muss", sagte der CDU-Bundesvize am Freitag im Fernsehsender n-tv. Die Frage sei nun, wie das Problem in Erfurt gelöst werden könne. Es sei daher "nicht der Zeitpunkt für parteipolitische Trickserien".

Nach der Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich mit Stimmen der AfD zum thüringischen Ministerpräsidenten hatten das Präsidium der CDU und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Neuwahlen gefordert. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer überbrachte die Forderung am Donnerstagabend in Erfurt der Landtagsfraktion, konnte sich in einer stundenlangen Krisensitzung aber nicht durchsetzen. Zunächst will die Landes-CDU nach ihren Worten mit den bestehenden Mehrheitsverhältnissen im Landtag einen Weg aus der Krise suchen.

Am Freitagvormittag kommt in Berlin das Bundespräsidium der CDU zu einer Krisensitzung zusammen. Laschet sagte, bei Kemmerichs Wahl am Mittwoch sei "manches quer gelaufen - das muss man jetzt korrigieren". Wichtig sei dabei, dass für die CDU "die Linie nach rechts klar" sei. Der thüringische AfD-Landes- und Fraktionschef Björn Höcke sei "ein Nazi". "Wir werden nie dulden, dass die AfD Einfluss auf politische Entscheidungen hat", sagte Laschet. Dies müsse "durch das Präsidium noch einmal klar gestellt werden".


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