04.02.2020, 13:21 Uhr

Frankfurt/Main (AFP) Dauerregen sorgt für Überschwemmungen im Südwesten

Notrufnummer auf einem Einsatzfahrzeug.
Quelle: AFP/Archiv/INA FASSBENDER (Foto: AFP/Archiv/INA FASSBENDER)Notrufnummer auf einem Einsatzfahrzeug. Quelle: AFP/Archiv/INA FASSBENDER (Foto: AFP/Archiv/INA FASSBENDER)

Vielerorts Sturmeinsätze - Starke Schneefälle in Sachsen

Unwetter mit Dauerregen haben im Südwesten Deutschlands zu Überschwemmungen und steigenden Flusspegelständen geführt. Nach Angaben von Polizei und anderen Verwaltungsbehörden waren unter anderem in der Region um Trier in Rheinland-Pfalz Straßen überspült und gesperrt. In Trier selbst liefen laut Stadtverwaltung in der Nacht zum Dienstag mehrere Keller voll, weil die Kanalisation den Regen nicht mehr aufnahm.

Auch kleinere Bäche traten über die Ufer, rund hundert Feuerwehrleute waren im Einsatz. In der saarländischen Hauptstadt Saarbrücken wurde die Stadtautobahn 620 wegen Hochwassers gesperrt, wie die Polizei mitteilte. Diese verläuft neben der Saar. Auch in kleineren Gemeinden in der Nähe von Trier waren Ortsdurchfahrten unpassierbar.

Der Pegelstand der Mosel stieg derweil nach Angaben des Hochwassermeldedienst deutlich an. In Trier erreichte er am Dienstagmittag 8,84 Meter und sollte sich noch etwas weiter erhöhen, bevor mit sinkenden Wasserständen gerechnet wurde. Laut Stadtverwaltung gilt die Lage erst ab einem Pegelstand von 10,50 Metern als kritisch.

Grund für das Hochwasser in Mosel und Saar waren nach Angaben des Hochwassermeldediensts ergiebige Regenfälle in Einzugsbereich der Flüsse. Ab Mittwoch sollte es aber trocken bleiben. Der Deutsche Wetterdienst hob am Dienstagmorgen alle Unwetterwarnungen vor Dauerregen und Orkanböen auf.

In Baden-Württemberg sorgten Regen und Sturm ebenfalls für Einsätze der Rettungskräfte. Ein Autofahrer in Deggenhausertal bei Ravensburg übersah einen auf der Straße liegenden Baum und prallte dagegen. Dabei wurde der Mann leicht verletzt.

Auf der Autobahn 8 bei Ulm ereigneten sich ähnliche Unfälle. Verletzt wurde niemand. Im Süden des Landes stürzten laut Polizei insgesamt fast 50 Bäume um und blockierten Straßen. Im Landkreis Sigmaringen stürzte eine etwa 30 Meter hohe Tanne auf ein Haus. Sie durchschlug den Dachstuhl und beschädigte drei geparkte Autos.

In Bayern beeinträchtigten die Orkanböen vor allem den Bahnverkehr. Betroffen waren die Bayerische Oberlandbahn, der Regionalverkehr der Deutschen Bahn und das Münchner S-Bahnnetz. In mehreren Regierungsbezirken wurde die Feuerwehr verstärkt alarmiert, um Straßen von umgefallenen Bäumen zu befreien.

Im Süden Sachsens sorgten indes nach Schneefällen querstehende Lastwagen, umgestürzte Bäume und Unfälle für Behinderungen im Straßenverkehr. Zahlreiche Straßen im Erzgebirge wurden gesperrt. Die Polizeidirektion Chemnitz zählte insgesamt 48 Unfälle mit drei Verletzten. In Brand-Erbisdorf zum Beispiel kam ein Auto von der winterglatten Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Ein 22-Jähriger wurde leicht verletzt.


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