03.02.2020, 23:10 Uhr

Peking (AFP) 64 weitere Tote durch Coronavirus in China

Temperaturmessungen bei Passagieren an Bahnhof in Peking. Quelle: AFP/NOEL CELIS (Foto: AFP/NOEL CELIS)Temperaturmessungen bei Passagieren an Bahnhof in Peking. Quelle: AFP/NOEL CELIS (Foto: AFP/NOEL CELIS)

Zahl der Infektionen steigt abermals sprunghaft um 2345 Fälle

Die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus in China ist abermals stark gestiegen. Wie die Behörden in der zentralchinesischen Provinz Hubei am Dienstagmorgen (Ortszeit) mitteilten, wurden seit dem Vortag weitere 64 Todesfälle verzeichnet. Die offizielle Gesamtzahl der Todesopfer in der Volksrepublik wuchs damit auf mindestens 425.

Nach Angaben der Behörden in Hubei stieg zudem die Zahl der dort verzeichneten Infektionsfälle um weitere 2345. Damit sind inzwischen in China mehr als 19.500 Menschen an dem Erreger erkrankt. Hubei ist das Zentrum der Epidemie, von der dortigen Millionenmetropole Wuhan hatte das Virus seinen Ausgang genommen. Die chinesischen Behörden haben die Provinz weitgehend von der Außenwelt abgeriegelt.

Am Montag hatte die chinesische Führung angesichts der rasant steigenden Ansteckungszahlen in einem ungewöhnlichen Schritt erstmals "Fehler" im Umgang mit der Epidemie eingeräumt. Der Ständige Ausschuss des Politbüros der regierenden Kommunistischen Partei erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua, die Reaktion auf die Epidemie habe "Fehler und Schwierigkeiten" beim nationalen Notfallmanagement offengelegt.

Von China aus hat sich das Virus inzwischen in mindestens 24 andere Länder ausgebreitet. In Deutschland gibt es inzwischen zwölf Ansteckungsfälle. Der bislang einzige bekannte Todesfall außerhalb Chinas wurde auf den Philippinen verzeichnet.


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