03.02.2020, 08:04 Uhr

Wien (AFP) Opec diskutiert über sinkenden Ölpreis wegen Coronavirus-Epidemie

Opec-Sitz in Wien. Quelle: AFP/Archiv/JOE KLAMAR (Foto: AFP/Archiv/JOE KLAMAR)Opec-Sitz in Wien. Quelle: AFP/Archiv/JOE KLAMAR (Foto: AFP/Archiv/JOE KLAMAR)

Treffen in Wien am Dienstag und Mittwoch geplant

Die Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) und seine Partner wollen diese Woche über den wegen des neuartigen Coronavirus fallenden Ölpreis und die Konsequenzen daraus beraten. Ein Treffen des gemeinsamen technischen Komitees ist für Dienstag und Mittwoch in Wien angesetzt, wie die Nachrichtenagentur AFP am Sonntagabend aus informierten Kreisen erfuhr. Zu diesem Gremium gehören neben den Opec-Staaten zehn weitere wichtige Ölproduzenten, angeführt von Russland.

Seit dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus in China sind die Preise deutlich gesunken. Hintergrund ist die Angst vor den Auswirkungen der Epidemie auf das chinesische Wirtschaftswachstum. China importiert mehr Öl als jedes andere Land und hat den zweitgrößten Verbrauch weltweit.

Der Preis für die Nordseesorte Brent fiel innerhalb eines Monats um fast zwölf Prozent - das war der stärkste Rückgang seit November 2018. Die US-Sorte WTI wurde im Laufe des Januars sogar rund 18 Prozent billiger.

Der wichtigste Ölexporteur der Welt, Saudi-Arabien, hatte in der vergangenen Woche erklärt, der Einfluss des Coronavirus auf die Ölnachfrage sei "sehr begrenzt". Allerdings beobachte Saudi-Arabien die Entwicklung sehr genau. "Psychologische Faktoren" und "pessimistische Sichtweisen" spielten eine große Rolle im internationalen Marktgeschehen, erklärte Riad. Russlands Energieminister Alexander Nowak sagte am Freitag, das Coronavirus könne durchaus zu einer geringeren Ölnachfrage führen.


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