02.02.2020, 15:44 Uhr

Frankfurt/Main (AFP) Behörden erwarten keine weiteren Infektionsfälle unter Wuhan-Rückkehrern

Zwei Infizierte auf Isolierstation der Frankfurter Uniklinik gebracht

Nach der Coronavirus-Diagnose bei zwei aus Wuhan ausgeflogenen Deutschen erwarten die Gesundheitsbehörden keine weiteren Infektionsfälle unter den Rückkehrern. Die 124 von der Luftwaffe nach Frankfurt ausgeflogenen Menschen hätten sich bis auf eine Ausnahme alle auf freiwilliger Basis auf den Virus testen lassen, sagte der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, René Gottschalk, am Sonntag in Frankfurt am Main. Eine Rückkehrerin habe sich noch nicht testen lassen, dies werde aber "nachgeholt".

Nur zwei der Virentests seien positiv ausgefallen, bestätigte Gottschalk. Die beiden Patienten, die zuvor keinerlei Symptome gezeigt hätten, seien inzwischen auf die Isolierstation des Uniklinikums Frankfurt gebracht worden.

Am Samstagabend waren sie nach ihrer Rückkehr aus Wuhan zunächst in die Südpfalz-Kaserne nach Germersheim gebracht worden, wo die Rückkehrer 14 Tage lang unter Quarantäne stehen sollen.

Dass die infizierten Rückkehrer den Virus weitergegeben hätten, "kann ich ausschließen", sagte Gottschalk. Er riet zur Gelassenheit: "Ich habe vor der Grippe deutlich mehr Angst als vor diesen Viren", sagte er. Der Verlauf der Coronainfektionen sei in Europa "sehr milde".

Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) sagte auf der Pressekonferenz, dass vier weitere Wuhan-Rückkehrer noch zur Behandlung in der Uniklinik seien. Sie seien nach der Landung am Samstagabend "wegen anderer Symptome" dorthin gebracht worden.

Sieben andere Passagiere, die nach der Landung ebenfalls zunächst in die Klinik eingewiesen wurden, stünden inzwischen in der Kaserne in Germersheim unter Quarantäne, sagte Klose. Keiner von ihnen sei nach derzeitigem mit dem Virus infiziert.

Die beiden Coronapatienten seien "medizinisch wohlauf", sagte der Ärztliche Direktor der Frankfurter Uniklinik, Jürgen Graf. "Sie werden gegenwärtig isoliert stationär betreut." Medikamente und Infusionen seien nicht nötig, weil es den Patienten gut gehe.


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