28.01.2020, 12:53 Uhr

Koblenz (AFP) Prozess um mutmaßliches Kriegsverbrechen im Syrien-Konflikt in Koblenz begonnen

Der Angeklagte im Oberlandesgericht in Koblenz. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Thomas Frey (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Thomas Frey)Der Angeklagte im Oberlandesgericht in Koblenz. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Thomas Frey (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Thomas Frey)

33-Jähriger soll mit abgetrenntem Kopf von Gegner für Fotos posiert haben

Vor dem Oberlandesgericht Koblenz hat am Dienstag der Prozess gegen einen 33-jährigen Syrer wegen eines mutmaßlichen Kriegsverbrechens im syrischen Bürgerkrieg begonnen. Die Anklage wirft dem Mann vor, mit dem abgetrennten Kopf eines gegnerischen Kämpfers in einer "verhöhnenden und in seiner Totenehre herabwürdigenden Weise" für Fotos posiert zu haben.

Spätestens Anfang 2012 soll sich der 33-Jährige dem bewaffneten Widerstand gegen die syrische Regierung angeschlossen haben. Dem Angeklagten wird nicht vorgeworfen, den Mann getötet zu haben. Er räumte im Ermittlungsverfahren ein, dass er auf dem Bild zu sehen ist. Laut einer Gerichtssprecherin gab er an, den Kopf unter Trümmern gefunden zu haben.

Beim Prozessauftakt am Dienstag schwieg der 33-Jährige zu den Vorwürfen. Bis Mitte Februar sind noch vier weitere Verhandlungstermine angesetzt.


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