28.01.2020, 10:45 Uhr

Nürnberg (AFP) Deutscher Arbeitsmarkt startet robust ins neue Jahr

Symbol der Bundesagentur für Arbeit. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Carsten Rehder (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Carsten Rehder)Symbol der Bundesagentur für Arbeit. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Carsten Rehder (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Carsten Rehder)

Forscher: Keine Krise in Sicht

Zu Beginn des neuen Jahres ist die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt nach Einschätzung von Experten weiterhin gut. Das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) blieb im Januar auf dem Wert von 101,9 Punkten, wie das Institut am Dienstag mitteilte. "Das deutet darauf hin, dass sich der Arbeitsmarkt insgesamt weiter gut entwickeln wird", erklärte das IAB.

Der Teilindikator zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit lag im Januar den Angaben zufolge bei 99,4 Punkten, genau wie im Dezember. Dies deute zwar auf eine "tendenziell ungünstige Entwicklung" in den nächsten Monaten hin - der Indikator liegt aber nicht weit von der neutralen Marke von 100 Punkten entfernt, erläuterte das IAB.

"Die Arbeitsagenturen erwarten weiterhin keinen deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit", erklärte IAB-Forscher Enzo Weber. In einzelnen Bereichen gebe Beschäftigungsrückgänge, vor allem in der Exportindustrie. Insgesamt aber bleibe das Entlassungsniveau niedrig. "Eine Krise ist weiterhin nicht in Sicht", fasste Weber zusammen.

Der Teilindikator für die Beschäftigung lag im Januar bei 104,4 Punkten. Das war ein Zehntelpunkt weniger als im Vormonat; trotzdem sei der Beschäftigungsausblick weiterhin sehr gut, erklärte das IAB. "Trotz aller Schwierigkeiten im Auto- und Exportbereich deutet alles darauf hin, dass das Jahr 2020 auf den Beschäftigungsrekord des Vorjahres noch einmal etwas drauflegt", erklärte Weber.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: einer zur Vorhersage der Arbeitslosenzahlen in den nächsten drei Monate und einer zur Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung. Die Daten basieren auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen. Die Skala reicht von 90 Punkten für eine sehr schlechte Entwicklung bis zu 110 Punkten für eine sehr gute Entwicklung.


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