27.01.2020, 16:37 Uhr

Genf (AFP) WHO korrigiert internationales Gefährdungsniveau durch Coronavirus nach oben

Frau mit Atemmaske am Bahnhof von Peking. Quelle: AFP/NICOLAS ASFOURI (Foto: AFP/NICOLAS ASFOURI)Frau mit Atemmaske am Bahnhof von Peking. Quelle: AFP/NICOLAS ASFOURI (Foto: AFP/NICOLAS ASFOURI)

Erster Todesfall nun auch in Peking - Verstorbener hatte zuvor Wuhan besucht

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat eigene Angaben zum internationalen Gefährdungsniveau durch das neuartige Coronavirus korrigiert. Weltweit sei die Gefährdung "hoch", erklärte die Organisation und korrigierte damit bisherige Angaben. Zur Begründung sagte eine Sprecherin am Montag der Nachrichtenagentur AFP, es habe einen "Formulierungsfehler" gegeben. Die WHO schätze das Risiko "sehr hoch in China, hoch in der Region und hoch auf weltweitem Niveau" ein.

In Erklärungen der WHO vom Donnerstag, Freitag und Samstag vergangener Woche hatte es dagegen immer geheißen, das Risiko sei "sehr hoch in China, hoch in der Region und moderat auf weltweitem Niveau". Dies sei ein "Formulierungsfehler" gewesen, sagte WHO-Sprecherin Fadela Chaib. Sie betonte, dass die neue Formulierung nicht die Ausrufung eines internationalen Gesundheitsnotstandes bedeute. Dieser wird nur äußerst selten erklärt.

An dem neuartigen Virus 2019-nCoV sind in China mehr als 2700 Menschen erkrankt, die meisten von ihnen in der Stadt Wuhan, in der der Erreger das erste Mal auftrat. Mehr als 80 Menschen starben bereits.

Am Montag gab es nun auch einen ersten Todesfall in Peking. Ein 50-Jähriger sei der Krankheit erlegen, teilte das Gesundheitsamt der chinesischen Hauptstadt mit. Der Mann habe Anfang Januar Wuhan besucht und eine Woche nach seiner Rückkehr Fieber bekommen. Am Montag sei er an Lungenversagen gestorben.


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