24.01.2020, 08:26 Uhr

Ciudad Hidalgo (AFP) Mexikanische Soldaten nehmen hunderte Migranten aus Zentralamerika fest

Verzweifelte Menschen vor der "Mauer" der Nationalgarde
. Quelle: AFP/ALFREDO ESTRELLA (Foto: AFP/ALFREDO ESTRELLA                    )Verzweifelte Menschen vor der "Mauer" der Nationalgarde . Quelle: AFP/ALFREDO ESTRELLA (Foto: AFP/ALFREDO ESTRELLA )

Menschen hatten Grenzfluss zwischen Guatemala und Mexiko überquert

Mexikanische Sicherheitskräfte haben rund 800 Migranten aus Zentralamerika festgenommen, die wenige Stunden zuvor ungehindert einen Fluss an der Grenze zwischen Guatemala und Mexiko überquert hatten. Dutzende Mitglieder der Nationalgarde versperrten den Menschen am Donnerstag den Weg in die Stadt Ciudad Hidalgo im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas. Sie setzten Tränengas ein und lieferten sich immer wieder Handgemenge mit Migranten. Ein AFP-Journalist berichtete von panischen Szenen.

Nach Angaben des Innenministeriums wurden die Festgenommenen anschließend zu Bussen der Migrationsbehörde gebracht, die über ihre Anerkennung als Immigranten oder Abschiebung entscheidet. 200 Migranten entkamen demnach den Sicherheitskräften. Nach ihnen werde weiter gesucht.

Auf der Flucht vor Armut und der Gewalt krimineller Banden in ihren Heimatländern El Salvador, Guatemala und Honduras flohen in den vergangenen Jahren tausende Menschen über Mexiko in die USA. US-Präsident Donald Trump hatte Mexiko im vergangenen Jahr massiv unter Druck gesetzt, damit es Migranten auf dem Weg in die USA aufhält.

Im Mai drohte er dem südlichen Nachbarn Strafzölle an. Mexiko entsandte schließlich 27.000 Soldaten an seine Grenzen und erlaubte den USA, 40.000 Asylsuchende zurück nach Mexiko zu schicken, solange deren Anträge bearbeitet werden.

Die mexikanischen Behörden haben mit der Umsetzung eines Regierungsplans begonnen, wonach den Migranten Arbeit und Unterkunft angeboten wird, wenn sie in Mexiko bleiben. Die meisten jedoch wollen weiterhin in die USA, um dort Asyl zu beantragen.


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