20.01.2020, 14:39 Uhr

Koblenz (AFP) Spionageprozess gegen früheren Bundeswehrmitarbeiter und Ehefrau in Koblenz begonnen

Asiea S. vor dem Oberlandesgericht Koblenz. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Thomas Frey (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Thomas Frey)Asiea S. vor dem Oberlandesgericht Koblenz. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Thomas Frey (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Thomas Frey)

51-Jähriger soll Staatsgeheimnisse an iranischen Geheimdienst weitergegeben haben

Vor dem Oberlandesgericht Koblenz hat am Montag der Prozess gegen einen früheren Bundeswehrmitarbeiter wegen mutmaßlicher Spionage für den iranischen Geheimdienst begonnen. Das Verfahren unterliegt der Geheimhaltung, für die Verlesung der Anklage wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Die Bundesanwaltschaft wirft dem 51-Jährigen Abdul S. Landesverrat vor, seine Ehefrau muss sich wegen Beihilfe zum Landesverrat verantworten.

Abdul S. wird vorgeworfen, als Übersetzer und landeskundlicher Berater bei der Bundeswehr Staatsgeheimnisse an den iranischen Geheimdienst weitergegeben zu haben. Er wurde im Januar 2019 festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft. Die Vorwürfe gegen seine Frau Asiea S. werden im Verfahren gegen ihn mitverhandelt.

Beide Angeklagte schwiegen am Montag zu den Vorwürfen. Am Nachmittag war ein Berufsoffizier als Zeuge geladen. Für seine Vernehmung wurde die Öffentlichkeit erneut ausgeschlossen. Bis Ende März sind noch 14 Verhandlungstermine angesetzt.


0 Kommentare