12.01.2020, 01:50 Uhr

Sydney (AFP) Weiterer Feuerwehrmann bei Bränden in Australien ums Leben gekommen

Bilder zur Unterstützung der von Bränden Betroffenen an Sydneys Oper projiziert. Quelle: AFP/Archiv/SAEED KHAN (Foto: AFP/Archiv/SAEED KHAN)Bilder zur Unterstützung der von Bränden Betroffenen an Sydneys Oper projiziert. Quelle: AFP/Archiv/SAEED KHAN (Foto: AFP/Archiv/SAEED KHAN)

Premier Morrison erwägt Einrichtung von Untersuchungskommission zu den Bränden

Bei den verheerenden Buschbränden in Australien hat es ein weiteres Todesopfer gegeben. Wie die Feuerwehr im südlichen Bundesstaat Victoria am Sonntag mitteilte, kam dort ein 60-jähriger Feuerwehrmann im Kampf gegen die Flammen ums Leben. Mutmaßlich wurde er während der Löscharbeiten von einem Baum erschlagen. Damit stieg die Zahl der Todesopfer bei den seit Monaten anhalten Buschbränden auf mindestens 27.

Die Feuerwehr nutzt derzeit eine Phase günstigerer Wetterbedingungen, um die Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Die Behörden warnten aber, dass die Feuer-Krise trotz der etwas besseren Aussichten für die kommenden Tage noch lange nicht vorbei ist.

Der wegen seines Umgangs mit der Katastrophe in der Kritik stehende australische Regierungschef Scott Morrison kündigte derweil am Sonntag an, die Regierung erwäge die Einrichtung einer Untersuchungskommission zu den Bränden. "Ich denke, das wird nötig sein", sagte er dem Sender ABC. Er werde entsprechende Schritte einleiten.

Morrison, ein entschiedener Verfechter fossiler Energien, kündigte auch an, die Emissionsziele würden "sich entwickeln". Eine Reduzierung der umfangreichen Kohleexporte seines Landes schloss er aber aus. "In den kommenden Jahren werden wir unsere Politik auf diesem Gebiet, die Emissionen noch weiter zu reduzieren, weiter entwickeln." Dies werde "ohne CO2-Steuer, ohne Strompreiserhöhung und ohne Stilllegung der traditionellen Industrien" geschehen, sagte der konservative Premier.

Zuletzt hatte es in Australien vermehrt Proteste gegen die Politik Morrisons gegeben. Am Freitag gingen in Sydney und Melbourne erneut zehntausende Menschen auf die Straßen und forderten die Regierung auf, mehr gegen die Erderwärmung zu unternehmen und Australiens massiven Kohleexport zurückzufahren.


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