10.01.2020, 20:58 Uhr

Washington (AFP) Trump: Iranischer General Soleimani plante Angriffe auf vier US-Botschaften

US-Präsident Donald Trump. Quelle: AFP/SAUL LOEB (Foto: AFP/SAUL LOEB)US-Präsident Donald Trump. Quelle: AFP/SAUL LOEB (Foto: AFP/SAUL LOEB)

Anhaltende Debatte über mutmaßliche Pläne von getötetem General

Der bei einem US-Drohnenangriff getötete iranische General Kassem Soleimani soll nach Angaben von Präsident Donald Trump Angriffe auf vier US-Botschaften geplant haben. Trump sagte am Freitag im konservativen Nachrichtensender Fox News, er "glaube", dass vier Botschaften Ziel gewesen seien. "Es sollte wahrscheinlich die Botschaft in Bagdad sein." In den USA wird seit Tagen über die mutmaßlichen Anschlagspläne Soleimanis gestritten.

Die USA hatten den Anführer der für Auslandseinsätze zuständigen Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden vergangene Woche bei einem Drohnenangriff im Irak getötet. Zur Begründung führte die US-Regierung an, der General habe unmittelbar bevorstehende Angriffe gegen US-Soldaten und Diplomaten in der Region geplant.

Allerdings gibt es Zweifel an der Darstellung der Regierung, die Details zu Soleimanis mutmaßlichen Angriffsplänen nicht öffentlich machen will. US-Außenminister Mike Pompeo sagte am Freitag, die Angriffe hätten sich gegen US-Einrichtungen in der Region einschließlich US-Botschaften und Militärstützpunkte gerichtet. "Wir hatten spezifische Informationen über eine unmittelbare Bedrohung, und diese Bedrohungen umfassten Angriffe auf US-Botschaften. Punkt."

Die Tötung des Generals hatte die Spannungen zwischen Washington und Teheran dramatisch verschärft und international Sorgen vor einem Krieg geweckt. Die oppositionellen US-Demokraten kritisierten den Drohnenangriff scharf und prangerten auch eine mangelhafte Unterrichtung des Kongresses an. Das von den Demokraten kontrollierte Repräsentantenhaus stimmte deswegen am Donnerstagabend für eine Resolution, die im Konflikt mit dem Iran Trumps militärische Vollmachten beschränken soll.

Zuletzt haben sich die Spannungen wieder leicht entschärft: Nach iranischen Raketenangriffen auf von US-Truppen genutzte Militärstützpunkte im Irak verzichtete Trump auf eine militärische Antwort. Am Freitag verhängte die US-Regierung aber neue Sanktionen gegen den Iran.


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