09.01.2020, 07:10 Uhr

Teheran (AFP) Iranischer Ermittler: Unglücksmaschine befand sich vor Absturz auf Rückflug

Iranische Experten beginnen mit Ermittlungen zum Absturz.
. Quelle: IRNA/AFP/Akbar TAVAKOLI (Foto: IRNA/AFP/Akbar TAVAKOLI)Iranische Experten beginnen mit Ermittlungen zum Absturz. . Quelle: IRNA/AFP/Akbar TAVAKOLI (Foto: IRNA/AFP/Akbar TAVAKOLI)

Augenzeugen berichten von Brand an Bord der Boeing

Die kurz nach dem Start in Teheran abgestürzte ukrainische Passagiermaschine hat neuen iranischen Erkenntnissen zufolge wegen eines "Problems" noch versucht, zum Flughafen zurückzukehren. Die Maschine habe sich zum Zeitpunkt des Absturzes bereits auf dem Rückflug befunden, erklärte die iranische Zivilluftfahrt-Organisation (CAO) in einem in der Nacht zum Donnerstag auf ihrer Internetseite veröffentlichten ersten Untersuchungsbericht.

Augenzeugen berichteten laut CAO von einem Feuer an Bord der Unglücksmaschine, das an "Intensität zunahm". Die Maschine verschwand nach Angaben der Ermittler bei einer Flughöhe von 8000 Fuß (2400 Metern) plötzlich von den Radarschirmen, ohne dass der Pilot über Funk über "ungewöhnliche Umstände" berichtet habe. Die Ermittler gaben an, sowohl Zeugen am Boden wie auch an Bord einer zweiten Maschine befragt zu haben, die zum Zeitpunkt des Unglücks über der ukrainischen Boeing 737 geflogen sei.

Die Maschine war am Mittwochmorgen mit 176 Menschen an Bord abgestürzt, keiner der Insassen überlebte. An Bord der Boeing 737 waren nach Angaben der Regierung in Kiew unter anderem 82 Iraner, 63 Kanadier sowie zehn Schweden, drei Briten, vier Afghanen und elf Ukrainer. Neun der Ukrainer waren demnach Besatzungsmitglieder.

Die Ursache für das Unglück war zunächst unklar. Die Behörden in Teheran weigerten sich auch, die Flugschreiber zur Auswertung an die USA zu übergeben.


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