08.01.2020, 07:21 Uhr

Berlin (AFP) Bericht: DIW rechnet mit weiter kräftig steigenden Baupreisen

Rohbau für Neubau-Wohnungen in Berlin. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Bernd Von Jutrczenka (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Bernd Von Jutrczenka)Rohbau für Neubau-Wohnungen in Berlin. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Bernd Von Jutrczenka (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Bernd Von Jutrczenka)

Bautätigkeit demnach weiter unter Bedarf

Die Baupreise werden einer Studie zufolge auch in diesem und im kommenden Jahr weiter kräftig steigen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechne mit einem Zuwachs um 3,3 Prozent in diesem und um weitere gut drei Prozent im kommenden Jahr, zitierte die "Süddeutsche Zeitung" am Mittwoch vorab aus der Studie. Die Unternehmen hätten genug Spielraum, um höhere Preise durchzusetzen, und angesichts der guten Auftragslage "nutzen sie diesen auch".

Gebaut wird der Studie zufolge in Deutschland weiterhin "unter dem Bedarf", wie die Zeitung zitierte. Dies treffe auf den Wohnungsbau, aber auch auf den öffentlichen Bau zu. 2019 entstanden dem Bericht zufolge etwa 300.000 neue Wohnungen. Das seien zwar etwas mehr als im Vorjahr, aber deutlich weniger als die etwa 375.000 von der Regierung angepeilten.

Die Baufirmen halten sich laut Studie zurück, neues Personal einzustellen und ihren Maschinenpark zu erneuern. Dies sei auf die schlechten Erfahrungen der Branche nach dem Bauboom der 90er Jahre zurückzuführen. Die Firmen benötigten eine langfristige Perspektive, um mehr zu investieren.

Das DIW schlägt laut "Süddeutsche" ein "langfristig angelegtes Investitionsprogramm" des Staates für den Ausbau und die Erneuerung der Infrastruktur vor. Die Kommunen müssten zudem Planungskapazitäten zusammenlegen. Musterbauordnungen könnten komplexe Genehmigungsprozesse abkürzen.


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