08.01.2020, 06:18 Uhr

Kiew (AFP) Selenskyj: Alle Insassen des im Iran abgestürzten Flugzeugs tot

Ein Flugzeug von  Ukraine International . Quelle: AFP/Archiv/INA FASSBENDER (Foto: AFP/Archiv/INA FASSBENDER)Ein Flugzeug von Ukraine International . Quelle: AFP/Archiv/INA FASSBENDER (Foto: AFP/Archiv/INA FASSBENDER)

Etwa 170 Menschen an Bord der Boeing-Maschine

Nach dem Absturz eines ukrainischen Flugzeugs im Iran hat die ukrainische Regierung den Tod aller Menschen an Bord bestätigt. "Nach vorläufigen Angaben sind alle Passagiere und Besatzungsmitglieder tot", teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Online-Dienst Facebook mit. Die Boeing-Maschine der Fluggesellschaft Ukraine International war am Mittwoch kurz nach dem Start in Teheran verunglückt. Nach ersten Angaben befanden sich etwa 170 Menschen an Bord.

Zur Zahl der Insassen gab es zunächst verschiedene Angaben. Der ukrainische Diplomat Wasyl Kyrylytsch sagte der Nachrichtenagentur AFP, "nach vorläufigem" Stand seien 168 Menschen an Bord der Unglücksmaschine gewesen. Die Hilfsorganisation Roter Halbmond hatte zuvor von 170 Insassen gesprochen, die Crew eingeschlossen. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete dagegen unter Berufung auf einen Flughafensprecher, dass 176 Menschen an Bord gewesen seien - 167 Passagiere und neun Besatzungsmitglieder. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Isna wiederum hatte von 170 Passagieren berichtet.

Laut iranischen Medien stürzte die Boeing-Maschine in der Gegend der Stadt Parand in der Provinz Teheran ab. Die Maschine sei in Flammen aufgegangen. Das Flugzeug habe sich auf dem Weg zur ukrainischen Hauptstadt Kiew befunden.

Mutmaßlich hätten "technische Schwierigkeiten" zu dem Absturz geführt, erklärte ein Sprecher des internationalen Flughafens in Teheran. Der englischsprachige Kanal des iranischen Staatsfernsehens, Press TV, berichtete, das Flugzeug habe nach dem Absturz Feuer gefangen. "Wir kennen die Medienberichte aus dem Iran und sammeln weiter Informationen", teilte der US-Flugzeughersteller Boeing im Kurzbotschaftendienst Twitter mit.


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