08.01.2020, 03:36 Uhr

Washington (AFP) USA haben offenbar bisher keine Hinweise auf Todesopfer durch Raketenangriffe

Dieses offizielle iranische Foto soll auf Basen im Irak abgefeuerte Raketen zeigen . Quelle: IRIB/AFP/HO (Foto: IRIB/AFP/HO)Dieses offizielle iranische Foto soll auf Basen im Irak abgefeuerte Raketen zeigen . Quelle: IRIB/AFP/HO (Foto: IRIB/AFP/HO)

Irans Außenminister nennt Angriffe "abgeschlossen"

Durch die iranischen Raketenangriffe auf zwei internationale Truppenstützpunkte im Irak sind nach vorläufigen US-Erkenntnissen offenbar keine Soldaten der USA getötet worden. US-Präsident Donald Trump schrieb am Dienstagabend (Ortszeit) im Kurzbotschaftendienst Twitter, die bisherigen Prüfungen hinsichtlich möglicher Opfer und Schäden deuteten darauf hin, dass "alles gut" sei. "So weit, so gut!" fügte Trump hinzu.

Der US-Präsident kündigte zudem an, dass er am Mittwochmorgen (Ortszeit) ein Statement zu den Raketenangriffen abgeben werde. Trump beriet sich nach den Angriffen mit seinem Sicherheitsteam, wie Präsidentensprecherin Stephanie Grisham mitteilte.

Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif erklärte unterdessen, dass die Angriffe "abgeschlossen" seien. Es habe sich um "proporzionale Selbstverteidigungsmaßnahmen" gehandelt, twitterte Sarif. Beschossen worden sei eine Militärbasis, von der aus die USA ihren "feigen" Angriff auf den iranischen General Kassem Soleimani ausgeführt hätten. Soleimani war am Freitag durch einen gezielten US-Drohnenangriff in Bagdad getötet worden.

Der Iran strebe keine "Eskalation oder Krieg" an, beteuerte Sarif. Doch werde sich sein Land "gegen jegliche Aggression verteidigen".

Insgesamt mehr als ein Dutzend iranische Raketen waren nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums in den Stützpunkten im nordirakischen Erbil sowie Ain al-Assad im Westirak eingeschlagen. Die in Erbil stationierten Bundeswehrsoldaten blieben unverletzt. Den dortigen deutschen Soldaten "geht es gut", sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr der Nachrichtenagentur AFP.


0 Kommentare