07.01.2020, 10:36 Uhr

Kerman (AFP) Mehr als 30 Tote bei Gedränge im Trauermarsch für getöteten iranischen General

Trauermarsch für Soleimani in Kerman. Quelle: AFP/ATTA KENARE (Foto: AFP/ATTA KENARE)Trauermarsch für Soleimani in Kerman. Quelle: AFP/ATTA KENARE (Foto: AFP/ATTA KENARE)

Unglück ereignet sich vor Beisetzung des Kommandeurs in Heimatstadt Kerman

Bei einer Massenpanik während der Trauerfeier für den bei einem US-Drohnenangriff getöteten iranischen General Kassem Soleimani sind am Dienstag Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 30 Menschen seien während der Prozession in der Stadt Kerman gestorben, berichtete das iranische Staatsfernsehen. Mehrere Menschen seien zudem verletzt worden, sagte der Leiter der nationalen Rettungsdienste, Pir Hossein Kuliwand, im Fernsehen.

Hunderttausende Iraner hatten sich am Morgen zu einem Trauermarsch in Soleimanis Heimatstadt Kerman versammelt. Auf einem Platz im Stadtzentrum waren zwei Särge mit den sterblichen Überresten Soleimanis und des ebenfalls getöteten Brigadegenerals Hossein Purdschafari aufgebahrt. Soleimani sollte später auf einem Friedhof in Kerman beigesetzt werden.

Soleimani, der die für Auslandseinsätze zuständigen Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden befehligt hatte, war am Freitag bei einem US-Angriff in Bagdad getötet worden. Die gezielte Tötung des Kommandeurs verschärfte den Konflikt zwischen den USA und dem Iran dramatisch. Beide Länder überzogen sich mit wechselseitigen Drohungen.


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