06.01.2020, 16:06 Uhr

Paris (AFP) Unesco ermahnt USA zum Schutz iranischer Kulturstätten

Stätten in der iranischen Stadt Isfahan gehören zum Welterbe. Quelle: AFP/Archiv/ATTA KENARE (Foto: AFP/Archiv/ATTA KENARE)Stätten in der iranischen Stadt Isfahan gehören zum Welterbe. Quelle: AFP/Archiv/ATTA KENARE (Foto: AFP/Archiv/ATTA KENARE)

UN-Organisation reagiert auf Drohung Trumps mit Angriffen

Die Drohung von US-Präsident Donald Trump mit Angriffen auf iranische Ziele hat die Unesco auf den Plan gerufen. Die UN-Kulturorganisation ermahnte Washington am Montag, sich an internationale Übereinkommen zum Schutz von Kulturstätten zu halten.

Die USA hätten dazu zwei Konventionen von 1954 und 1972 ratifiziert, betonte die Unesco. Damit verpflichteten sich die Unterzeichner unter anderem, im Fall eines bewaffneten Konflikts kulturelle Stätten auszusparen. Die Unesco führt mehr als 20 Welterbestätten im Iran, darunter die Ruinen von Persepolis und den Königsplatz von Isfahan.

Trump hatte dem Iran mit Angriffen auf 52 Ziele gedroht, sollte Teheran US-Bürger attackieren. Unesco-Generalsekretärin Audrey Azoulay verwies in diesem Zusammenhang auch auf eine UN-Sicherheitsratsresolution von 2017, die eine Zerstörung von Kulturstätten ächte. Azoulay hatte sich zuvor mit dem iranischen Botschafter in Paris getroffen. Thema seien die aktuellen Spannungen im Nahen Osten gewesen, hieß es.


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