06.01.2020, 12:06 Uhr

Frankfurt/Main (AFP) UFO will "noch einen Versuch" zur Lösung des Streits mit der Lufthansa machen

Anzeigetafel an einem Flughafen während eines Streiks. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Marcel Kusch (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Marcel Kusch)Anzeigetafel an einem Flughafen während eines Streiks. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Marcel Kusch (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Marcel Kusch)

Gewerkschaft will Einladung zu Treffen mit Schlichtern am 16. Januar folgen

Die Flugbegleitergewerkschaft UFO will im Streit mit der Lufthansa einen letzten Versuch zur friedlichen Beilegung machen. UFO wolle der Einladung der Schlichter am 16. Januar folgen, teilte die Gewerkschaft am Montag mit. Dies sei das Ergebnis ihres "Strategietreffens" vom Sonntag. Sollte dabei eine Mediation zu verschiedenen Themen zustande kommen, würde UFO auf Streiks verzichten.

Bei dem Treffen am 16. Januar sollen UFO und Lufthansa demnach mit den Schlichtern über "neue Wege" sprechen; gefordert von beiden Seiten sei "Offenheit für neue Lösungen", teilte die Gewerkschaft weiter mit. "Wir machen nun noch diesen einen Versuch" - ansonsten droht UFO mit gegebenenfalls unbefristeten Streiks. Schlichter in dem Streit sind der frühere Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, und der SPD-Politiker Matthias Platzeck.

Die Gewerkschaft streitet seit Monaten mit der Geschäftsführung der Lufthansa über Tarifverträge nicht nur bei der Kernmarke, sondern auch bei mehreren Tochter-Airlines der Lufthansa. Zuletzt hatten Flugbegleiter bei der Tochter Germanwings, die für Eurowings fliegt, drei Tage bis Neujahr gestreikt. Die Airline musste etwa 200 von 1200 Flügen streichen.

Hinter dem Arbeitskampf steht ein erbitterter Streit zwischen der Flugbegleitergewerkschaft und der Lufthansa: Der Konzern zweifelt die Vertretungsbefugnis von UFO für das Kabinenpersonal an und sieht die "Gewerkschaftseigenschaft" ungeklärt. Das Vertrauensverhältnis ist tief gestört.


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