03.01.2020, 15:48 Uhr

Berlin (AFP) Maas: Nach US-Angriff weitere Eskalation in Region um Iran verhindern

Maas ruft zu Deeskalation in Konflikt um Iran auf. Quelle: AFP/Archiv/John MACDOUGALL (Foto: AFP/Archiv/John MACDOUGALL)Maas ruft zu Deeskalation in Konflikt um Iran auf. Quelle: AFP/Archiv/John MACDOUGALL (Foto: AFP/Archiv/John MACDOUGALL)

Außenminister berät mit Verbündeten über weiteres Vorgehen

Nach der Tötung des iranischen Generals Kassem Soleimani bei einem US-Drohnenangriff im Irak hat Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) vor einer weiteren Verschärfung der Spannungen gewarnt. "Jetzt geht es darum, zu verhindern, dass eine weitere Eskalation die ganze Region in Brand setzt", schrieb Maas am Freitagnachmittag im Internetdienst Twitter. Darüber habe er auch mit US-Außenminister Mike Pompeo und dem EU-Außenbeauftragten Josep Borrell gesprochen.

Auch mit den Regierungen Großbritanniens und Frankreichs gebe es Beratungen "über Möglichkeiten zur Beruhigung der Lage", schrieb Maas weiter. Er äußerte sich kritisch zum Vorgehen der USA. Zwar seien der von US-Präsident Donald Trump angeordneten Militäraktion "eine Reihe gefährlicher Provokationen Irans" vorangegangen, doch sei es durch die US-Aktion "nicht einfacher geworden, Spannungen abzubauen". Dies habe er auch Pompeo "deutlich gesagt".

Pompeo hatte dagegen nach dem Telefonat mit Maas die deutsche Besorgnis über die "anhaltenden militärischen Provokationen des iranischen Regimes" hervorgehoben. Weiter schrieb der US-Außenminister auf Twitter: "Die USA bleiben einer Deeskalation verpflichtet."

Soleimani war in der Nacht zu Freitag bei einem von Trump befohlenen Angriff nahe des Flughafens von Bagdad getötet worden. Er war Kommandant der Al-Kuds-Brigaden, die zu den iranischen Revolutionsgarden gehören und für Auslandseinsätze zuständig sind.


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