03.01.2020, 09:30 Uhr

Beirut (AFP) Hisbollah-Führer Nasrallah fordert "Bestrafung" nach Tötung von iranischem General

Hisbollah-Chef Nasrallah. Quelle: AL-MANAR TV/AFP/- (Foto: AL-MANAR TV/AFP/-)Hisbollah-Chef Nasrallah. Quelle: AL-MANAR TV/AFP/- (Foto: AL-MANAR TV/AFP/-)

"Widerstandskämpfer" weltweit zu Vergeltung aufgerufen

Nach dem tödlichen US-Angriff auf den einflussreichen iranischen Elite-General Kassem Soleimani im Irak hat auch der libanesische Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah zur Vergeltung aufgerufen. Die "verbrecherischen Mörder" müssten eine "gerechte Bestrafung" erhalten, erklärte Nasrallah am Freitag. Dazu seien alle "Widerstandskämpfer" weltweit verpflichtet. Nasrallah verwendet diesen Begriff gemeinhin in Zusammenhang mit seiner schiitischen Miliz und deren Verbündeten.

"Wir, die wir an seiner Seite standen, werden seinem Weg weiter folgen und Tag und Nacht danach streben, seine Ziele zu erreichen", erklärte Nasrallah. "Wir werden eine Fahne auf alle Schlachtfelder und an alle Fronten tragen und wir werden die Siege der Achse des Widerstands mit der Segnung seines reinen Bluts mehren."

Mit dem Begriff der "Achse des Widerstands" bezog sich Nasrallah auf das Bündnis zwischen dem Iran, Syrien und der Hisbollah, das gegen Israel und die westliche Militärpräsenz in der Golfregion gerichtet ist.

Soleimani war in der Nacht zu Freitag bei einem von US-Präsident Donald Trump befohlenen Raketenangriff nahe des Flughafens von Bagdad getötet worden. Er war Kommandant der Al-Kuds-Brigaden, die zu den Revolutionsgarden gehören und für Auslandseinsätze zuständig sind. Bei dem Angriff war auch der Vize-Chef der pro-iranischen Hasched-al-Schaabi-Milizen, Abu Mehdi al-Muhandis, getötet worden.


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