01.01.2020, 16:29 Uhr

Krefeld (AFP) Mehrere mögliche Verursacher des Brands im Krefelder Zoo melden sich bei Polizei

Brennendes Affenhaus. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Alexander Forstreuter (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Alexander Forstreuter)Brennendes Affenhaus. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Alexander Forstreuter (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Alexander Forstreuter)

Ermittler überprüfen Angaben der Verdächtigen zu Feuer im Affenhaus

Nach dem folgenschweren Silvesterbrand im Affenhaus des Krefelder Zoos haben sich bei der Polizei mehrere Menschen gemeldet, die als Verursacher des Feuers in Betracht kommen. Die Betreffenden hätten sich nach einer Pressekonferenz zu dem Großfeuer in der nordrhein-westfälischen Stadt an die Ermittler gewandt, teilte das Polizeipräsidium Krefeld am Mittwoch mit. Sie seien vernommen worden und ihre Angaben würden nun überprüft.

Da dies einige Zeit in Anspruch nehme, würden vorerst "keine weiteren Informationen zu den Tatumständen und den Verdächtigen bekanntgegeben", hieß es in der Mitteilung. Außerdem werde der Brandort mit einem Sachverständigen untersucht. Das Ergebnis werde für Donnerstag erwartet.

Bei dem Brand in der Silvesternacht waren mehr als 30 Affen, darunter acht Menschenaffen, gestorben. Zwei Schimpansen konnten leicht verletzt gerettet werden. Ein Übergreifen auf angrenzende Anlagen des Krefelder Zoos wurde verhindert, am Affenhaus war nach Angaben der Feuerwehr jedoch "nichts mehr zu retten".

Auslöser für das Feuer waren vermutlich sogenannte Himmelslaternen. Zeugen hätten ausgesagt, dass sie in der Silvesternacht solche Laternen am Himmel im Umfeld des Zoos gesehen hätten, sagte Gerd Hoppmann von der Krefelder Kriminalpolizei auf der Pressekonferenz. Die Ermittler hätten außerdem in der Nähe drei solche Himmelslaternen am Boden gefunden.

Himmels- oder Wunschlaternen bestehen aus dünnem Seidenpapier und einer Kerze oder einem Behälter mit Brennpaste in der Mitte. Werden sie entzündet, können sie weit durch die Luft schweben. Hoppmann betonte, die Laternen seien seit 2009 in Nordrhein-Westfalen verboten.


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