26.12.2019, 14:46 Uhr

Berlin (AFP) Kipping fordert kostenlosen Nahverkehr an Feiertagen

Kipping für kostenlosen ÖPNV an Feiertagen. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Bernd Von Jutrczenka (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Bernd Von Jutrczenka)Kipping für kostenlosen ÖPNV an Feiertagen. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Bernd Von Jutrczenka (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Bernd Von Jutrczenka)

Linken-Chefin dringt auf bessere Angebot bei Bus und Bahn

Die Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, hat gefordert, die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel an Feiertagen kostenlos zu machen. "Bus- und Bahnfahren muss attraktiver werden", sagte Kipping den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland laut Vorabmeldung vom Donnerstag. Ziel sei zum einen aus sozialen Gründen "eine Mobilitätsgarantie für alle – unabhängig vom Auto" und zum zweiten die angestrebte Klimaneutralität.

Dazu gehöre, neue Wege einzuschlagen, sagte Kipping. Die Einführung von fahrscheinfreien Tagen könne dafür ein Ansatzpunkt sein. "Wenn an Feiertagen Bus- und Bahnfahren ticketfrei möglich ist, erleichtert das Menschen, denen Bus und Bahnfahren bisher fremd ist, in diese Mobilitätsform reinzuschnuppern", argumentierte die Linken-Vorsitzende. Wenn sich Menschen daran gewöhnten, beim Ausgehen an Feiertagen die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, "steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie das dann auch im Alltag tun".

Als weiteren Aspekt sieht Kipping das Problem des Autofahrens unter Alkoholeinfluss. "Statt Menschen in Versuchung zu bringen, nach dem einen Glas Bier zu viel Autos zu steuern, sollten wir ideale Bedingungen schaffen, um die Autos stehen zu lassen", sagte die Linken-Politikerin. Dafür sei allerdings neben fahrscheinfreien Feiertagen auch "ein zuverlässiger Nahverkehr in späten Stunden" erforderlich.

Langfristig könnte sich Kipping sogar generell einen ticketfreien Nahverkehr vorstellen. Gratisfahrten an Feiertagen und Wochenenden könnten dafür ein Einstieg sein. Solche Angebote müssten jedoch mit einem "massiven Ausbau der Schiene sowie einem dichteren Takt für Bus und Bahn" verknüpft werden. Dies gelte gerade auch im ländlichen Raum sowie für Berufspendler.


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