26.12.2019, 11:55 Uhr

Peking (AFP) China, Russland und Iran halten gemeinsames Marine-Manöver ab

Zertörer der chinesischen Marine. Quelle: POOL/AFP/Archiv/Mark Schiefelbein (Foto: POOL/AFP/Archiv/Mark Schiefelbein)Zertörer der chinesischen Marine. Quelle: POOL/AFP/Archiv/Mark Schiefelbein (Foto: POOL/AFP/Archiv/Mark Schiefelbein)

Übung im Golf von Oman vor Hintergrund des Konflikts um Atomabkommen

China, Russland und der Iran beginnen am Freitag ein gemeinsames Marine-Manöver im Golf von Oman. Die viertägige Übung diene dazu, den "Austausch und die Zusammenarbeit" zwischen den Seestreitkräften der drei Länder zu vertiefen, sagte ein Sprecher des chinesische Verteidigungsministeriums am Donnerstag. China beteilige sich unter anderem mit dem Zerstörer "Xining" an dem Manöver. Angaben dazu, wie viele Soldaten und Schiffe insgesamt beteiligt sind, machte er nicht.

Die Lage in der Golfregion ist äußerst angespannt, seitdem die USA aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen sind. In Reaktion auf Washingtons Politik des "maximalen Drucks" begann Teheran damit, sich schrittweise aus dem Abkommen zurückzuziehen. China und Russland zählen wie Deutschland, Großbritannien und Frankreich zu den verbliebenen Vertragspartnern.

Zusätzlich verschärft wurde die Lage in der Region in den vergangenen Monaten durch eine Reihe von Angriffen auf Öltanker im Persischen Golf, den Abschuss einer US-Drohne sowie Drohnen- und Raketenattacken auf zwei wichtige Ölanlagen in Saudi-Arabien. Die USA und ihre Partner machten den Iran dafür verantwortlich, doch bestritt Teheran jede Verwicklung. In Reaktion auf die Angriffe bildeten die USA mit mehreren Alliierten eine Marinemission zum Schutz der Schifffahrt.


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