19.12.2019, 10:51 Uhr

Zürich (AFP) Katastrophen verursachen 2019 weltweit Schäden in Höhe von 140 Milliarden Dollar

Hurrikan "Dorian" trifft Cape Hatteras in North Carolina . Quelle: AFP/Jose Luis Magana (Foto: AFP/Jose Luis Magana)Hurrikan "Dorian" trifft Cape Hatteras in North Carolina . Quelle: AFP/Jose Luis Magana (Foto: AFP/Jose Luis Magana)

Rückversicherer Swiss Re: "Klimawandel fordert Tribut"

Naturkatastrophen und menschengemachte Katastrophen haben im zu Ende gehenden Jahr volkswirtschaftliche Schäden in Höhe von geschätzt 140 Milliarden Dollar (126 Milliarden Euro) verursacht. Das ist ein Rückgang gegenüber 2018, als sich die Schäden auf 176 Milliarden Dollar summierten, wie der Schweizer Rückversicherer Swiss Re am Donnerstag mitteilte. Die versicherten Schäden werden demnach weltweit auf 56 Milliarden Dollar geschätzt - eine Summe ebenfalls unter der des Vorjahres und auch unter dem Jahresdurchschnitt der letzten zehn Jahre.

Von den 140 Milliarden Dollar gesamtwirtschaftlichen Schäden entfielen 133 Milliarden Dollar auf Naturkatastrophen, wie Swiss Re erklärte. Die restlichen seien auf menschengemachte Katastrophen zurückzuführen. Mehr als 11.000 Menschen kamen in diesen Katastrophen weltweit ums Leben oder gelten als vermisst.

Schwere Katastrophen waren etwa die Wirbelstürme "Idai" und "Kenneth" in Mosambik und den Nachbarländern, der Zyklon "Fani" in Indien und der Hurrikan "Dorian", der die Bahamas und North Carolina in den USA traf. Japan wurde von zwei "verheerenden Taifunen heimgesucht", wie Swiss Re erklärte. Dazu kamen Hitzewellen und Trockenperioden; an mehreren Orten auf der Welt seien neue Höchsttemperaturen verzeichnet worden.

"Der Klimawandel fordert Tribut", erklärte das Unternehmen. Er führe zu häufigeren und schwerwiegenderen "sekundären" Gefahren, die sich auf unterschiedliche Weise zeigten: mehr lokale Überschwemmungen, sintflutartige Regenfälle, anhaltende Dürre, schwere Waldbrände und andere extreme Wetterereignisse.


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