02.12.2019, 15:26 Uhr

Berlin (AFP) Unterlegene SPD-Kandidatin Geywitz kündigt Bewerbung als Parteivize an

Die SPD-Politikerin Klara Geywitz. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Monika Skolimowska (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Monika Skolimowska)Die SPD-Politikerin Klara Geywitz. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Monika Skolimowska (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Monika Skolimowska)

Unterstützung aus den ostdeutschen SPD-Landesverbänden

Die in der Stichwahl um den SPD-Vorsitz unterlegene Klara Geywitz will stellvertretende Parteivorsitzende werden. "Ich werde beim Parteitag als Vizevorsitzende der SPD kandidieren", sagte sie der "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe). Sie wolle ihren Beitrag leisten, "um die Partei wieder zu einen". Die SPD-Politikerin aus Brandenburg hatte mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz für den SPD-Vorsitz kandidiert.

Als Vizevorsitzende möchte sie sich "insbesondere für die Gleichstellung von Frauen und Männern und die Belange der Ostdeutschen einsetzen", sagte Geywitz. Unterstützung erhält die Brandenburgerin aus den ostdeutschen SPD-Landesverbänden.

Geywitz werde "in Absprache mit den designierten Parteivorsitzenden" Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans auf dem Parteitag vorgeschlagen, sagte die bisherige SPD-Vize Manuela Schwesig den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern gibt ihr Parteiamt aus gesundheitlichen Gründen auf. Die Wahl von Geywitz sei "auch ein klares Signal an die Mitglieder, die sich für das unterlegene Team entschieden haben", so Schwesig.

Aktuell gibt es bei der SPD sechs stellvertretende Parteivorsitzende. Deren Zahl soll nach dem Willen des SPD-Vorstandes auf drei reduziert werden. Interesse an einem Stellvertreterposten hat auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil angemeldet.

Esken und Walter-Borjans, die dem linken Parteiflügel der SPD zugerechnet werden, hatten sich in einer Mitgliederbefragung als neues SPD-Führungsduo durchgesetzt. Am Freitag sollen sie auf einem SPD-Parteitag formal gewählt werden. Der Parteitag soll außerdem - voraussichtlich am Samstag - über die Frage des Verbleibs der SPD in der GroKo abstimmen.


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