02.12.2019, 11:30 Uhr

Berlin (AFP) Deutsche spenden dieses Jahr voraussichtlich erneut etwa fünf Milliarden Euro

Geldscheine. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Monika Skolimowska (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Monika Skolimowska)Geldscheine. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Monika Skolimowska (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Monika Skolimowska)

Spendenrat legt Prognose vor - Lediglich leichte Rückgänge erwartet

Die Deutschen werden 2019 laut einer Prognose voraussichtlich erneut etwa fünf Milliarden Euro für wohltätige Zwecke spenden. Das berichtete der Deutsche Spendenrat am Montag in Berlin unter Verweis auf eine Analyse des Aufkommens bis September. Es sei zu erwarten, dass das Spendenvolumen für das Gesamtjahr bei leichten Rückgängen grob dem des Vorjahres entsprechen werde.

In den ersten neun Monaten 2019 spendeten die Deutschen bereits rund 3,3 Milliarden Euro, wie aus der von dem Marktforschungsinstitut GfK im Auftrag des Spendenrats erstellten Untersuchung hervorgeht. Das entsprach etwa dem Niveau des Vergleichszeitraums des Vorjahrs. Es gab lediglich einen eher marginalen Rückgang von 1,3 Prozent.

Eine erhöhte Spendenbereitschaft je Spender sorgte dabei dafür, dass das Gesamtvolumen trotz erneut rückläufiger Spenderzahl annähernd konstant blieb. Mit 15,7 Millionen ging die Gesamtzahl der Spender von Januar und September laut Spendenrat um rund 800.000 zurück und fiel damit auf den niedrigsten Stand seit dem Beginn der jährlichen Erhebung.

Zugleich lag die durchschnittliche Summe je Spendenakt demnach bei "sehr guten" 35 Euro. Die durchschnittliche Spendenhäufigkeit je Spender stieg auf einen Rekordwert von sechs. "Der Trend der letzten Jahre, dass immer weniger Menschen spenden, bleibt damit leider ungebrochen", erklärte Spendenratsgeschäftsführer Max Mälzer.

Insgesamt seien die Auswirkungen auf das Spendenvolumen wegen der höheren Spendenbereitschaft je Spender aber "erfreulicherweise" gering, erklärte der Verband der spendensammelnden gemeinnützigen Organisationen. Auf Grundlage der Neunmonatszahlen sehe die Prognose für das Gesamtjahr auch bei pessimistischer Betrachtung gut aus.

Der mit Abstand größte Teil der Spenden floss laut Analyse weiter in humanitäre Hilfe, etwa nach Naturkatastrophen. Rund 75 Prozent des Gesamtvolumens zwischen Januar und September wurde dafür gespendet. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Plus. Erneut mehr Spenden flossen demnach für Kultur- und Denkmalpflege sowie Sport. Rückgänge gab es insbesondere beim Umwelt- und Tierschutz.


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