26.11.2019, 04:01 Uhr

Passau (AFP) Bauernpräsident Rukwied fordert Änderungen bei Plänen für Insektenschutz

Landwirt in Rheinland-Pfalz. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Julian Stratenschulte (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Julian Stratenschulte)Landwirt in Rheinland-Pfalz. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Julian Stratenschulte (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Julian Stratenschulte)

Rund 10.000 Landwirte zu Protesten in Berlin erwartet

Vor der geplanten Großkundgebung von rund 10.000 Landwirten in Berlin hat der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, Änderungen der Vorhaben für mehr Insektenschutz gefordert. "Wir fordern eine grundlegende Überarbeitung des Aktionsprogramms Insektenschutz. Kooperativer Naturschutz ist der Weg zum Ziel, nicht Verbote", sagte Rukwied der "Passauer Neuen Presse" vom Dienstag.

"Das heißt Landwirte, Politik und Naturschutzorganisationen müssen gemeinsam Lösungen finden, wie sich Natur- und Artenschutz weiter verbessern lässt, unter Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe", sagte Rukwied. Von der Politik verlangte er "ein klares Signal der Wertschätzung für unsere Bauernfamilien".

Tausende Landwirte wollen am Dienstag vor dem Brandenburger Tor in Berlin gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung demonstrieren. Viele machten sich schon am Samstag oder Sonntag per Traktor auf den Weg in die Bundeshauptstadt, was vielerorts zu Verkehrsbehinderungen führte.

Zahlreiche Umwelt- und Naturschutzvorschriften gehen den Landwirten zu weit, etwa das geplante Insektenschutzprogramm und die Düngeverordnung. Auf die Straße treibt es viele Landwirte auch wegen der nach ihrer Ansicht "negativen Stimmungsmache" gegen die Branche.


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