24.11.2019, 10:17 Uhr

Mannheim (AFP) Videodreh für Schulprojekt mit Tarnkleidung und Gewehr sorgt für Großeinsatz der Polizei

Blaulicht auf einem Polizeiwagen. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Friso Gentsch (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Friso Gentsch)Blaulicht auf einem Polizeiwagen. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Friso Gentsch (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Friso Gentsch)

Polizei prüft möglichen Verstoß gegen Kriegswaffenkontrollgesetz

Ein Videodreh für ein Schulprojekt hat in Baden-Württemberg einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Eine Frau alarmierte am Samstag in Leimen die Sicherheitskräfte, nachdem sie beobachtete, wie eine mit Tarnkleidung, Helm, Schutzweste und Gewehr ausgerüstete Person auf einem Garagendach Stellung bezog, wie die Polizei in Mannheim am Sonntag berichtete.

Die Polizei sperrte den vermeintlichen Tatort weiträumig ab und zog starke Kräfte zusammengezogen. Vier Menschen, die das Haus verließen und mit einem Auto wegfuhren, stoppten die Beamten kurz darauf. Drei weitere Menschen verließen nach Aufforderung das Gebäude. Bei der anschließenden Befragung stellte sich heraus, dass es sich um eine Videoaufnahme für ein Schulprojekt handelte.

In einem weiteren Wagen sowie im Haus selbst wurden mehr als ein Dutzend sogenannte Anscheinswaffen gefunden sowie militärische Ausrüstungsgegenstände und Munition. Die beiden 20 und 25 Jahre alten "Hauptdarsteller" wurden auf dem Polizeirevier erkennungsdienstlich behandelt und anschließend wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetzt. Insgesamt war die Polizei Mannheim mit 23 Beamten im Einsatz und wurde von Kräften aus Bruchsal unterstützt.


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