24.11.2019, 04:10 Uhr

Sydney (AFP) Chinese packt in Australien über Störmanöver des Geheimdiensts seines Landes aus

Wang "William" Liqiang reportedly gave Australia's counter-espionage agency the identities of China's senior military intelligence officers in Hong Kong and provided details of how they funded and conducted operations abroad. Quelle: AFP/TORSTEN BLACKWOOD (Foto: AFP/TORSTEN BLACKWOOD)Wang "William" Liqiang reportedly gave Australia's counter-espionage agency the identities of China's senior military intelligence officers in Hong Kong and provided details of how they funded and conducted operations abroad. Quelle: AFP/TORSTEN BLACKWOOD (Foto: AFP/TORSTEN BLACKWOOD)

Militärgeheimdienst soll auch Aktionen in Hongkong und Taiwan organisiert haben

In Australien sorgt derzeit ein chinesischer Spion für Aufsehen, der die australische Spionageabwehr mit Informationen über politische Störmanöver von Geheimdienstagenten der Volksrepublik in Hongkong, Taiwan und Australien versorgt haben soll. Wang Liqiang habe der Spionageabwehr die Identitäten von hochrangigen Mitarbeitern des chinesischen Militärgeheimdienstes genannt, berichteten australische Medien am Wochenende. Die Chinesen sollen Störaktionen in Hongkong, Taiwan und Australien finanziert und organisiert haben.

Wang gab den Berichten zufolge an, dass er selbst an den Infiltrier- und Störaktionen an allen drei Orten beteiligt gewesen sei. Der Überläufer soll sich mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn mit einem Touristenvisum in Sydney aufhalten. Der Chef des Geheimdienstausschusses des australischen Parlaments, Andrew Hastie, sprach sich am Sonntag dafür aus, Wang ein Bleiberecht zu gewähren.

"Ich bin der Ansicht, dass jeder, der gewillt ist, uns beim Verteidigen unserer Souveränität zu helfen, unseren Schutz verdient", sagte Hastie den Zeitungen der Mediengruppe Australia's Nine, die zuerst über Wangs Fall berichtet hatten. Hastie ist ein harter Kritiker Pekings. China belegte ihn vergangene Woche mit einem Einreiseverbot.

Das zuständige Innenministerium äußerte sich nicht zu Wangs Fall. Dem Chinesen droht nach eigenen Angaben die Todesstrafe, wenn er nach China zurückkehrt. Die Regierung in Peking stellte Wangs Glaubwürdigkeit in Frage, indem sie ihn als arbeitslosen Betrüger darstellte.


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