22.11.2019, 14:11 Uhr

Hagen (AFP) Feuerwehrverbandschef wird nach Warnung vor Rechtspopulisten massiv bedroht

Hartmut Ziebs. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Christoph Soeder (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Christoph Soeder)Hartmut Ziebs. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Christoph Soeder (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Christoph Soeder)

Staatsschutz der Polizei Hagen ermittelt wegen zweier E-Mails

Nach seiner Warnung vor einer rechtspopulistischen Unterwanderung der Feuerwehr wird der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands (DFV), Hartmut Ziebs, seit Tagen massiv beleidigt und bedroht. Wegen zweier entsprechender E-Mails ermittelt der polizeiliche Staatsschutz im nordrhein-westfälischen Hagen, wie ein Polizeisprecher am Freitag auf Anfrage mitteilte. Er bestätigte damit einen Bericht der Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) über die Ermittlungen.

Dem Polizeisprecher zufolge liegen die beiden E-Mails den Ermittlern seit Montag beziehungsweise Donnerstag vor. Nach derzeitiger strafrechtlicher Bewertung erfülle ihr Inhalt die Straftatbestände der Beleidigung und der Bedrohung. Einzelheiten nannte der Sprecher nicht. Die Hagener Polizei ist für die Ermittlungen zuständig, weil Ziebs seinen Wohnsitz im benachbarten Schwelm hat.

Ziebs sagte dem RND, er werde in E-Mails seit Tagen beschimpft und verleumdet. Unter anderem sei ihm geschrieben worden, er sei "vaterlandsverräterisches Gewürm" und gehöre "ohne Schutzausrüstung als erster Mann ins Feuer gejagt".

Ziebs äußerte sich im RND besorgt um seine Sicherheit und diejenige seiner Familie. Er verspüre aber auch viel Rückhalt. "Es treibt mich eher an - jetzt werde ich erst recht dafür kämpfen, dass die Feuerwehr nicht von rechtsnationalen Kräften infiltriert wird."


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