18.11.2019, 02:02 Uhr

Santiago de Chile (AFP) Chiles Präsident verurteilt erstmals Polizeigewalt gegen Demonstranten

Chiles Präsident Sebastián Piñera. Quelle: AFP/CLAUDIO REYES (Foto: AFP/CLAUDIO REYES)Chiles Präsident Sebastián Piñera. Quelle: AFP/CLAUDIO REYES (Foto: AFP/CLAUDIO REYES)

Piñera: "Übermäßiger Einsatz von Gewalt" seit Beginn der Proteste

Nach wochenlangen Protesten hat Chiles Präsident Sebastián Piñera am Sonntag erstmals die Polizeigewalt gegen Demonstranten verurteilt. Es habe eines "übermäßigen Einsatz von Gewalt" gegeben, sagte Piñera in einer im Fernsehen übertragenen Rede an die Nation. "Misshandlungen und Verbrechen wurden begangen, und die Rechte aller wurden nicht respektiert", fügte der Präsident hinzu.

Die teilweise gewaltsamen Proteste in dem südamerikanischen Land hatten Mitte Oktober begonnen. Die Demonstranten kritisieren die niedrigen Löhne, hohe Kosten für Bildung und Gesundheit sowie die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich.

Die Krise in Chile ist die schwerste seit der Rückkehr zur Demokratie im Jahr 1990. Bei den Unruhen wurden 22 Menschen getötet und Tausende verletzt.


0 Kommentare