07.11.2019, 22:41 Uhr

Berlin (AFP) Opfer von Gewalttaten werden künftig besser entschädigt

Neuregelung ist  Reaktion auf  Anschlag am Berliner Breitscheidplatz. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Michael Kappeler (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Michael Kappeler)Neuregelung ist Reaktion auf Anschlag am Berliner Breitscheidplatz. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Michael Kappeler (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Michael Kappeler)

Bundestag billigt gesetzliche Neuregelung

Opfer von Gewalttaten sollen in Zukunft besser und rascher entschädigt werden. Ein am Donnerstagabend vom Bundestag beschlossenes Gesetz sieht schnelle Hilfen wie Traumaambulanzen und sowie ein individuelles Fallmanagement vor. Erstmals sollen auch Opfer von psychischer Gewalt wie etwa schwerem Stalking und Menschenhandel eine Entschädigung erhalten können. Zudem sollen schädigungsbedingte Einkommensverluste von Geschädigten ausgeglichen und Einmalzahlungen nach Gewalttaten im Ausland deutlich erhöht werden.

Das Gesetz soll erst Anfang 2024 in Kraft treten, einige der Regelungen aber rückwirkend zum 1. Juli 2018. Dazu gehören die Erhöhung der Waisenrenten sowie der zu übernehmenden Bestattungskosten, Verbesserungen bei der Übernahme von Überführungskosten sowie die Gleichbehandlung inländischer und ausländischer Opfer einer Gewalttat.


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