31.10.2019, 02:54 Uhr

Karlsruhe (AFP) BGH-Urteil zu Freisprüchen von drei früheren Deutsche-Bank-Chefs erwartet

Deutsche-Bank-Chefs im Jahr 2015 vor dem Landgericht München. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Matthias Balk (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Matthias Balk)Deutsche-Bank-Chefs im Jahr 2015 vor dem Landgericht München. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Matthias Balk (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Matthias Balk)

Der Bundesgerichtshof (BGH) entscheidet heute (09.30 Uhr), ob die Freisprüche der früheren Deutsche-Bank-Chefs Rolf Breuer, Josef Ackermann und Jürgen Fitschen vom Vorwurf des versuchten Prozessbetrugs Bestand haben. Den ehemaligen Top-Managern wurde vorgeworfen, sich in einem Zivilprozess um die Pleite des Medienkonzerns Kirch abgesprochen und unwahre Angaben gemacht zu haben. Im anschließenden Strafprozess sprach das Landgericht München I sie aber von diesem Vorwurf frei. (Az. 1 StR 219/17)

Der Bundesgerichtshof (BGH) entscheidet heute (09.30 Uhr), ob die Freisprüche der früheren Deutsche-Bank-Chefs Rolf Breuer, Josef Ackermann und Jürgen Fitschen vom Vorwurf des versuchten Prozessbetrugs Bestand haben. Den ehemaligen Top-Managern wurde vorgeworfen, sich in einem Zivilprozess um die Pleite des Medienkonzerns Kirch abgesprochen und unwahre Angaben gemacht zu haben. Im anschließenden Strafprozess sprach das Landgericht München I sie aber von diesem Vorwurf frei. (Az. 1 StR 219/17)

Gegen diese Freisprüche legte die Staatsanwaltschaft Revision ein, über die jetzt der BGH entscheidet. Auslöser für den sich über Jahre hinziehenden Rechtsstreit um die Kirch-Pleite war der Vorwurf des inzwischen verstorbenen Medienmoguls Leo Kirch, der frühere Deutsche-Bank-Chef Breuer habe im Jahr 2002 mit einem Interview gezielt seine Pleite verursacht. Der Medienkonzern forderte mehr als zwei Milliarden Euro Schadenersatz, die Bank zahlte schließlich außergerichtlich 925 Millionen Euro.


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