29.10.2019, 15:40 Uhr

Moskau (AFP) Moskau: Kurdische Kämpfer haben sich aus dem Norden Syriens zurückgezogen

SDF-Kämpfer auf dem Rückzug (Archivfoto). Quelle: AFP/Delil SOULEIMAN (Foto: AFP/Delil SOULEIMAN)SDF-Kämpfer auf dem Rückzug (Archivfoto). Quelle: AFP/Delil SOULEIMAN (Foto: AFP/Delil SOULEIMAN)

Verteidigungsminister Schoigu meldet Vollzug vor Ablauf von Frist

Die kurdischen Kräfte haben sich nach Angaben Russlands wie vereinbart vor Ablauf einer Frist am Dienstagabend komplett aus dem türkischen Grenzgebiet in Nordsyrien zurückgezogen. "Der Abzug der bewaffneten Einheiten aus dem Gebiet, auf dem ein Sicherheitskorridor geschaffen werden soll, wurde vorzeitig abgeschlossen", sagte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Dienstag in Armenien laut russischen Nachrichtenagenturen.

Die Türkei hatte am 9. Oktober eine Offensive gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) begonnen, die sie wegen ihrer engen Verbindungen zu den kurdischen PKK-Rebellen in der Türkei als Bedrohung sieht. Nach acht Tagen stimmte die Türkei in Verhandlungen mit den USA einer Waffenruhe zu, um den Abzug der YPG-Kämpfer von der Grenze zu erlauben. Später vereinbarte Ankara mit Russland eine Verlängerung der Feuerpause.

Diese lief am Dienstag um 18.00 Uhr (Ortszeit, 16.00 Uhr MEZ) ab. Trotz der Waffenruhe gab es wiederholt blutige Kämpfe im Grenzgebiet. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat gedroht, die Offensive wiederaufzunehmen, wenn die YPG nicht komplett abziehe. AFP-Reporter beobachteten den Abzug der syrischen Kurdenmiliz aus verschiedenen Grenzabschnitten, doch war unklar, ob sie noch in anderen Gebieten präsent war.


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