26.10.2019, 13:48 Uhr

Berlin (AFP) SPD gibt am Abend Ergebnis ihrer Mitgliederbefragung über Parteivorsitz bekannt

SPD legt Ergebnis von Mitgliederbefragung vor. Quelle: AFP/Archiv/Christof STACHE (Foto: AFP/Archiv/Christof STACHE)SPD legt Ergebnis von Mitgliederbefragung vor. Quelle: AFP/Archiv/Christof STACHE (Foto: AFP/Archiv/Christof STACHE)

Fraktionschef Mützenich sieht Vizekanzler Scholz in der Favoritenrolle

Zum Abschluss der Mitgliederbefragung über den SPD-Parteivorsitz sieht Fraktionschef Rolf Mützenich Finanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz in der Favoritenrolle. "Ich bin ganz zuversichtlich, dass Olaf Scholz ein gutes Ergebnis bekommen wird und die Stichwahl erreicht", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Mützenich sprach sich für eine Fortsetzung der großen Koalition aus. Auch Scholz gilt als Befürworter des Regierungsbündnisses.

Die SPD legt am Samstagabend (18.00 Uhr) in Berlin das Ergebnis ihrer Mitgliederbefragung über den künftigen Parteivorsitz vor. Zwölf Tage lang konnten die rund 430.000 Parteimitglieder sich zwischen sechs Kandidaten-Duos entscheiden, die jeweils aus einer Frau und einem Mann bestehen. Als letztmöglicher Abgabetermin der online und per Brief vorgenommenen Befragung war Freitagabend um Mitternacht festgelegt worden.

Scholz bewarb sich gemeinsam mit der Brandenburger Landespolitikerin Klara Geywitz für den SPD-Vorsitz. Gute Chancen wurden auch dem früheren nordrhein-westfälischen Finanzminister Norbert Walter-Borjans und der Bundestagsabgeordneten Saskia Esken zugewiesen, ebenso Außenstaatsminister Michael Roth und der nordrhein-westfälischen Landtagsabgeordneten Christina Kampmann.

Im Rennen waren außerdem Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius und die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping, Parteivize Ralf Stegner und die Chefin der SPD-Grundwertekommission Gesine Schwan sowie Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und die Umweltpolitikerin Nina Scheer.

Sofern kein Duo im ersten Durchgang die absolute Mehrheit erreicht, findet vom 19. bis 29. November eine Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten statt. Formal gewählt wird die neue Doppelspitze auf einem Bundesparteitag vom 6. bis 8. Dezember. Die bisherige Vorsitzende Andrea Nahles war im Juni zurückgetreten.


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