22.10.2019, 08:08 Uhr

Santiago de Chile (AFP) Chiles Präsident strebt parteiübergreifendes Vorgehen gegen sozialen Aufruhr an

Chiles Präsident Sebastián Piñera . Quelle: Chilean Presidency/AFP/HO (Foto: Chilean Presidency/AFP/HO)Chiles Präsident Sebastián Piñera . Quelle: Chilean Presidency/AFP/HO (Foto: Chilean Presidency/AFP/HO)

Zahl der Festnahmen auf weit über 2000 gestiegen - Fast 300 Verletzte

Angesichts der schweren Unruhen in Chile strebt Präsident Sebastián Piñera ein parteiübergreifendes Vorgehen an. Piñera kündigte am Montagabend (Ortszeit) in einer Rede an die Nation an, dass er sich am Dienstag mit Vertretern der Regierungs- und Oppositionsparteien zusammensetzen werde, um eine "soziale Übereinkunft" zur Überwindung der bestehenden Probleme zu finden.

Nach vier Tagen mit zum Teil extrem gewalttätigen Protesten stieg die Zahl der Festgenommenen nach offiziellen Angaben auf mehr als 2000. Die Zahl der Toten wurde mit zwölf angegeben, nachdem am Montag in Talcahuano ein 23-Jähriger von einem Militärlastwagen angefahren und tödliche verletzt wurde. Die Zahl der verletzten Zivilisten wurde mit 239 angegeben, daneben gab es rund 50 verletzte Polizisten und Soldaten.

In der Hauptstadt Santiago und neun weiteren der 16 Regionen Chiles wurde der Ausnahmezustand verhängt, in Santiago galt darüber hinaus weiterhin eine nächtliche Ausgangssperre. Am Flughafen von Santiago wurden dutzende Flüge gestrichen, die Börsenkurse sanken am Montag um mehr als vier Prozent.


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