21.10.2019, 11:16 Uhr

Ankara (AFP) Türkei will "Sicherheitszone" in Nord-Syrien von zunächst 120 Kilometern Länge

Türkische Truppentransporter in Tal Abiad am Sonntag. Quelle: AFP/Bakr ALKASEM (Foto: AFP/Bakr ALKASEM)Türkische Truppentransporter in Tal Abiad am Sonntag. Quelle: AFP/Bakr ALKASEM (Foto: AFP/Bakr ALKASEM)

Waffenruhe soll am Dienstag um 21.00 Uhr enden

Die Türkei will durch ihren Vormarsch im Nordosten Syriens zunächst eine "Sicherheitszone" von 120 Kilometern Länge einnehmen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Montag aus türkischen Militärkreisen. Diese Zone solle von Tal Abjad bis Ras al-Ain reichen. Im weiteren Verlauf solle die Zone auf eine Länge von 444 Kilometern ausgedehnt werden. Dabei strebt Ankara an, dass die "Sicherheitszone" rund 30 Kilometer tief in das syrische Staatsgebiet hineinragt.

Die am Donnerstag ausgerufene Waffenruhe soll nach den Angaben des türkischen Militärs am Dienstag 21.00 Uhr MESZ enden. Die Waffenruhe sollte es den Kurden im Norden Syriens ermöglichen, sich vor dem Vormarsch der türkischen Armee zurückzuziehen. Am Sonntag räumten die kurdischen Kämpfer die Grenzstadt Ras al-Ain.

US-Vizepräsident Mike Pence hatte nach langen Verhandlungen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am vergangenen Donnerstag eine Vereinbarung über eine fünftägige Waffenruhe für Nordsyrien verkündet. Das Ausmaß der Pufferzone ist darin nicht klar geregelt. Laut Erdogan soll sich die "Sicherheitszone" über 444 Kilometer bis an die irakische Grenze erstrecken.


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