04.10.2019, 06:20 Uhr

Washington (AFP) US-Demokrat Biden sammelt weniger Wahlkampfspenden als seine Konkurrenten

Joe Biden . Quelle: AFP/Archiv/Olivier Douliery (Foto: AFP/Archiv/Olivier Douliery)Joe Biden . Quelle: AFP/Archiv/Olivier Douliery (Foto: AFP/Archiv/Olivier Douliery)

Favorit im Rennen um Kandidatur erhielt seit April rund 37 Millionen Dollar

Der Favorit im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten, Joe Biden, hat im dritten Quartal dieses Jahres weniger Wahlkampfspenden als seine Konkurrenten gesammelt. Biden erhielt nach Angaben seines Wahlkampfteams vom Donnerstag zwischen Juli und September 15,2 Millionen Dollar (13,9 Millionen Euro). Damit liegt er deutlich hinter Senator Bernie Sanders und dem Bürgermeister Pete Buttigieg.

Insgesamt sammelte der frühere Vizepräsident seinem Team zufolge seit seinem Einstieg ins Rennen um die Präsidentschaftskandidatur im April 36,7 Millionen Dollar. Sanders erhielt hingegen 61,5 Millionen Dollar, seit er im Februar seine Kandidatur erklärte, davon allein 25,3 Millionen Dollar im dritten Quartal.

Er liegt derzeit in den Umfragen mit 16,8 Prozent auf Platz drei hinter Senatorin Elizabeth Warren. Die Senatorin gab ihre Spendeneinnahmen im dritten Quartal nicht bekannt. Die Kandidaten sind dazu erst ab dem 15. Oktober verpflichtet. Buttigieg erhielt zwischen Juli und September 19,1 Millionen Dollar. In den Umfragen stagnieren seine Beliebtheitswerte jedoch bei rund fünf Prozent.

Bidens Vorsprung in den Umfragen schrumpfte in den vergangenen Wochen. In einigen Umfragen wurde er von Warren überholt. Im Schnitt liegt Biden der Website RealClearPolitics zufolge aber immer noch mit 26,2 Prozent vorn.

Der 76-jährige Biden ist der Favorit für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten und könnte im kommenden Jahr Herausforderer von US-Präsident Donald Trump werden. In den vergangenen Wochen geriet Biden jedoch in den Strudel der sogenannten Ukraine-Affäre.

Im Zentrum der Affäre steht ein Telefonat des US-Präsidenten mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj am 25. Juli. Darin drang Trump auf Ermittlungen in der Ukraine gegen Biden sowie dessen Sohn. Bidens Sohn arbeitete früher für ein ukrainisches Gasunternehmen. Trump verdächtigt den Vater ohne jedwede Belege, in seinem früheren Amt als US-Vizepräsident seinen Sohn vor ukrainischen Korruptionsermittlungen geschützt zu haben.


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