01.10.2019, 09:23 Uhr

Berlin (AFP) Städtetag fordert dauerhaft Geld für Integrationsarbeit in Kommunen

Städtetagspräsident Jung. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Heiko Rebsch (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Heiko Rebsch)Städtetagspräsident Jung. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Heiko Rebsch (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Heiko Rebsch)

Merkel berät mit Verbänden über Integrationspolitik

Zum Auftakt der Beratungen bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Integrationspolitik hat der Deutsche Städtetag dauerhafte finanzielle Unterstützung für die Integrationsarbeit in den Kommunen gefordert. "Wir wissen auch, dass es bei einem Teil der Menschen Ängste vor Überfremdung gibt und Sorgen in der einheimischen Bevölkerung, zu kurz zu kommen", erklärte Städtetagspräsident Burkhard Jung (SPD) am Dienstag. "Wir müssen deshalb die Anstrengungen verstärken, das Integrationsklima noch zu verbessern."

"Hierfür brauchen wir dauerhaft finanzielle Unterstützung von Bund und Ländern", erklärte Jung, der auch Oberbürgermeister von Leipzig ist. Integration bleibe "auch in den nächsten Jahren eine zentrale Aufgabe". Wichtig sei es dabei, "in den Debatten um Integration und Zuwanderung zuzuhören und Sorgen ernstzunehmen".

Bundeskanzlerin Merkel empfing am Vormittag Vertreter von Verbänden und gesellschaftlichen Gruppen zu einem Gespräch zur Flüchtlingspolitik und Integration. Die Kanzlerin wolle sich bei dem dreistündigen Treffen darüber informieren, welche "praktischen Erfahrungen die vielen Hunderttausend engagierten Menschen bei der Integration von Flüchtlingen machen und welche Hindernisse es geben mag", sagte ihr Sprecher Steffen Seibert im Vorfeld.

Geladen waren Vertreter gesellschaftlicher Gruppen und Verbände, die sich für die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen in Deutschland engagieren. Nach Regierungsangaben ist es das achte Treffen in einem vergleichbaren Kreis. Thematisch sollten am Dienstag der gesellschaftliche Zusammenhalt und die Integration in den Arbeitsmarkt - insbesondere auch von geflüchteten Frauen - im Mittelpunkt stehen.


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