25.09.2019, 07:47 Uhr

Baden-Baden (AFP) Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner fordert deutliche Aufforstung

Abgestorbene Fichten im Harz. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Klaus-Dietmar Gabbert (Foto: dpa/AFP/Archiv/Klaus-Dietmar Gabbert)Abgestorbene Fichten im Harz. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Klaus-Dietmar Gabbert (Foto: dpa/AFP/Archiv/Klaus-Dietmar Gabbert)

"Jeder Baum, der fehlt, fehlt uns als Mitkämpfer gegen den Klimawandel"

Bundesforstministerin Julia Klöckner (CDU) hat sich vor dem nationalen Waldgipfel für eine deutliche Aufforstung ausgesprochen. "Jeder Baum, der fehlt, fehlt uns als Mitkämpfer gegen den Klimawandel", sagte Klöckner am Mittwoch im Südwestrundfunk. Mindestens die Schäden durch Stürme, Dürre und Borkenkäfer der vergangenen zwei Jahre müssten nachgepflanzt werden. Vor der Wiederaufforstung müsse aber das durch den Borkenkäfer geschädigte Holz aus den Wäldern gebracht werden. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) habe hier die Hilfe der Bundeswehr angeboten.

Am Mittwoch werden zum von Klöckner organisierten Waldgipfel in Berlin Vertreter von mehr als 170 Verbänden und Institutionen erwartet. Auf der Konferenz soll angesichts großflächiger Baumschäden über kurzfristige Hilfen sowie langfristige Maßnahmen zur Klimaanpassung in Wäldern gesprochen werden. Grundlage der Diskussionen ist laut Bundesagrarministerium ein von Klöckner erarbeitetes Eckpunktepapier.

Bundesweit kommt es seit dem vergangenen Jahr zu großflächigen Waldschäden in einem bislang noch nicht gekannten Ausmaß. Klöckners Ministerium zufolge sind bereits 150.000 Hektar zerstört. Ursache sind eine langanhaltende Dürre und dadurch ausgelöste Folgeprobleme wie Schädlingsbefall in geschwächten Beständen. Die Trockenheit gilt als eine Konsequenz des Klimawandels.


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