24.09.2019, 09:13 Uhr

Berlin (AFP) Umweltorganisation WWF warnt vor steigendem Meeresspiegel an deutschen Küsten

Küste der Nordsee bei Sankt Peter-Ording. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Frank Molter (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Frank Molter)Küste der Nordsee bei Sankt Peter-Ording. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Frank Molter (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Frank Molter)

Erosion und Überflutungen bedrohen Inseln - Appell für natürliche Pufferflächen

Angesichts der globalen Klimaerwärmung hat die Umweltschutzorganisation WWF von der Politik großangelegte Hilfsmaßnahmen für die deutschen Küsten gefordert. Künftig werde sich der Anstieg des Meeresspiegels an Nord- und Ostsee "drastisch beschleunigen", warnte der WWF am Dienstag in Berlin und Büsum. Es drohten Küstenerosion, Verlust von Inseln und Wattflächen sowie mehr Sturmfluten.

Die Organisation forderte dabei zugleich, auf Küstenschutzmaßnahmen "im Einklang mit der Natur" zu setzen. So wirkten Sandvorspülungen sowie Wattflächen und Salzwiesen als "Puffer vor Überschwemmungen" und seien ein besser als "Schutzbauten aus Stein oder Beton".

An unbewohnten Küstenabschnitten könnten Deiche zurückverlegt werden, erklärte der WWF. Dadurch würden höher gelegene Rückzugsräume für die durch den Meeresspiegelanstieg vom Ertrinken bedrohten Pflanzen und Tiere entstehen. Watt, Salzwiesen und Dünen sind der Organisation nach ein wichtiger Lebensraum etwa für Vögel und bestimmte Pflanzen.


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