22.09.2019, 11:29 Uhr

Berlin (AFP) Umfrage: Jeder Dritte hat Probleme mit dem Internet

Computer. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Oliver Berg (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Oliver Berg)Computer. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Oliver Berg (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Oliver Berg)

In mehr als jedem zweiten Fall traten Schwierigkeiten länger als vier Wochen auf

Jeder dritte Internetnutzer hat sich in den vergangenen zwei Jahren mit Problemen bei seiner Internetverbindung herumschlagen müssen. Mal war die Verbindung ganz unterbrochen, mal funktionierte sie nur langsam, wie der "Tagesspiegel" (Montagsausgabe) unter Berufung auf eine Repräsentativumfrage des Marktwächter-Teams des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) berichtete. In mehr als der Hälfte der Fälle traten die Probleme länger als vier Wochen auf.

"Es kann nicht sein, dass die Internetverbindung wochenlang wiederholt ausfällt und Verbraucher ständig auf die Anbieter zugehen müssen, damit sie wieder funktioniert", kritisierte Dennis Romberg vom Team Marktwächter Digitale Welt im "Tagesspiegel". 29 Prozent der betroffenen Internetnutzer gaben an, sie hätten ihren Anbieter drei Mal oder mehr wegen der Störung kontaktiert.

Verbraucher seien in solchen Fällen bislang praktisch machtlos, schrieb die Zeitung weiter. Sie könnten eine Frist zur Nachbesserung setzen und notfalls kündigen. Verbraucherschützer hielten das aber für unzureichend. "Anbieter sollten Versorgungsausfälle zukünftig innerhalb eines Kalendertags beheben", forderte Susanne Blohm vom Marktwächter-Team. Bestehe der Mangel weiterhin, sollten die Verbraucher pauschal Schadensersatz erhalten.

Zudem wünschen sich die Marktwächter mehr Kompetenzen für die Bundesnetzagentur. "Wenn Anbieter die Versorgungsausfälle gar nicht beheben, soll die Bundesnetzagentur zusätzlich zur Entschädigung des einzelnen Verbrauchers geeignete Sanktionsmaßnahmen wie Bußgelder auferlegen können", sagte Blohm.


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