16.09.2019, 06:58 Uhr

Wiesbaden (AFP) Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen um 12 Prozent gesunken

Asylbewerberinnen in Halberstadt. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Jens Wolf (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Jens Wolf)Asylbewerberinnen in Halberstadt. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Jens Wolf (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Jens Wolf)

Staatliche Ausgaben sinken auf 4,7 Milliarden Euro

Die Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen hat sich im vergangenen Jahr deutlich reduziert. Insgesamt bezogen Ende 2018 rund 411.000 Asylbewerber diese staatlichen Leistungen, 58.000 oder zwölf Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Nach dem Höchststand im Jahr 2015 mit fast einer Million Bezieher habe sich die Zahl der Leistungsempfänger damit das dritte Jahr in Folge verringert.

Noch etwas stärker haben sich mit einem Minus von 17 Prozent die staatlichen Bruttoausgaben für die Leistungen reduziert: Sie sanken auf 4,9 Milliarden Euro. Da zudem 205 Millionen Euro bereits gewährter Hilfen wieder zurückflossen, hatte der Staat Nettoausgaben von knapp 4,7 Milliarden Euro.

Leistungsberechtigt sind Ausländer, die sich in Deutschland aufhalten und die Voraussetzungen des Asylbewerberleistungsgesetzes erfüllen. Nicht zu dieser Gruppe zählen Asylbewerber, die bereits anerkannt sind. Auch Ausländer, die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft erhalten haben, entfallen nicht auf diese Statistik.

Unter den Leistungsempfängern waren den Angaben zufolge knapp zwei Drittel (64 Prozent) Männer. Gut die Hälfte der Empfänger (220.000) stammt aus Asien, Afghanen hatten in dieser Gruppe mit 63.000 Berechtigten gefolgt von Irakern mit 43.000 Leistungsempfängern und Syrern (23.000) den größten Anteil. Aus Afrika stammten 96.000 Bezieher, aus Europa 83.000.


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