10.09.2019, 09:34 Uhr

Düsseldorf (AFP) 77-Jähriger stirbt bei Brand in Düsseldorfer Klinik an Rauchgasvergiftung

Feuerwehreinsatz an Düsseldorfer Klinik. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Sascha Rixkens (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Sascha Rixkens)Feuerwehreinsatz an Düsseldorfer Klinik. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Sascha Rixkens (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Sascha Rixkens)

Vier Menschen in Lebensgefahr - Insgesamt 19 Verletzte

Bei einem Feuer in einem Düsseldorfer Krankenhaus ist ein 77-jähriger Patient an den Folgen einer Rauchgasvergiftung gestorben. Durch den Brand im Marienhospital am späten Montagabend erlitten vier Menschen nach Feuerwehrangaben lebensgefährliche Verletzungen. Kripo und Staatsanwaltschaft nahmen Ermittlungen zur Brandursache auf und schalteten einen Sachverständigen ein. Erkenntnisse zur Brandentstehung hatten die Behörden am Dienstag zunächst nicht.

Das Feuer war in einem Patientenzimmer der internistischen Station im zweiten Stock ausgebrochen, wie die Feuerwehr berichtete. Die vier lebensgefährlich Verletzten trugen ebenfalls Rauchgasvergiftungen davon. Zwei von ihnen wurden mit Rettungswagen in ein Krankenhaus nach Gelsenkirchen gebracht, die beiden weiteren mit einem Rettungshubschrauber in eine Aachener Spezialklinik geflogen. Bei dem Klinikbrand wurden zudem weitere 15 Menschen verletzt, mehrere von ihnen schwer.

Wegen der starken Rauchentwicklung mussten Feuerwehrleute in der Nacht zum Dienstag 15 Menschen aus dem Gebäude retten. Weitere hundert unverletzte Menschen wurden vor und im Krankenhaus versorgt. Die Feuerwehr war mit rund 180 Einsatzkräften vor Ort und konnte das Feuer in dem Patientenzimmer nach einer Stunde löschen.

Die Feuermeldung aus der Klinik im Düsseldorfer Stadtteil Pempelfort war am Montag um 23.12 Uhr über die automatische Brandmeldeanlage des Krankenhaus bei der Feuerwehr eingegangen. Als die Retter am Brandort im zweiten Stock des Gebäudes eintrafen, war bereits der komplette Flur der Station mit schwarzem Rauch gefüllt.

Die Feuerwehrleute begannen daraufhin umgehend mit der Menschenrettung über das Treppenhaus sowie von außen mit drei Drehleitern. So konnten 15 Menschen binnen kurzer Zeit aus dem Gebäude in Sicherheit gebracht werden. In der Folge breitete sich der Brandrauch teils bis zum siebten Obergeschoss aus. 46 Patienten mussten in rauchfreien Bereichen der jeweiligen Etagen untergebracht werden.


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