09.09.2019, 13:17 Uhr

Siegen (AFP) 67-Jährige erliegt nach Explosion auf Dorffest im Siegerland ihren Verletzungen

Grillutensilen am Unglücksort in Alchen. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Rene Traut (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Rene Traut)Grillutensilen am Unglücksort in Alchen. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Rene Traut (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Rene Traut)

Weiter Frau noch ins Lebensgefahr - Offenbar Öl auf Gasbrenner getropft

Nach der Explosion einer großen Bratpfanne auf einem Dorffest im Siegerland ist eine Frau ihren lebensgefährlichen Verletzungen erlegen. Die 67-Jährige starb in einer Dortmunder Klinik, wie die Polizei am Montag in Siegen mitteilte. Eine weitere Frau schwebte noch in Lebensgefahr. Nach ersten Erkenntnissen war offenbar durch Öl, das auf den Gasbrenner unter der Pfanne herabgetropft war, eine Stichflamme entstanden.

Die folgenschwere Explosion hatte sich am Sonntagmittag gegen 11.50 Uhr an einem Grillstand im Freudenberger Ortsteil Alchen ereignet. Insgesamt wurden 14 Menschen verletzt, davon neben der später verstorbenen 67-Jährigen weitere fünf Menschen lebensgefährlich. Während eine Frau sich am Montagnachmittag weiter in einem kritischen Zustand befand, beschrieb die Polizei den Gesundheitszustand der übrigen vier Schwerstverletzten als stabil.

Nach Angaben eines Polizeisprechers war die explodierte Bratpfanne zweiwandig - sie wies also einen Zwischenraum auf. In dem Zwischenraum befand sich höchstwahrscheinlich Öl, wie der Sprecher unter Berufung auf Erkenntnisse eines Brandsachverständigen am Unglücksort sagte.

Offenbar sei vor dem Unglück ein Überdruck entstanden, in dessen Folge das Öl durch Löcher aus der Pfanne ausgetreten und auf die Flamme des Gasbrenners geflossen sei. Die weiteren Ermittlungen sollen nun klären, warum der Überdruck entstand, durch den die Pfanne gleichsam aufgebläht wurde.

In dem Fall ermitteln seit Sonntag Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei. Die Explosion ereignete sich während eines sogenannten Backesfestes, einer Brauchtumsveranstaltung. Zum Unglückszeitpunkt hielten sich etwa hundert Menschen auf dem Gelände auf. Die Schwerstverletzten wurden mit Hubschraubern in Spezialkliniken ins Ruhrgebiet und nach Köln geflogen.


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