27.08.2019, 08:21 Uhr

Osnabrück (AFP) Rot-grün-roter Bremer Senat will kontrollierte Abgabe von Cannabis testen

Demonstration für die Legalisierung von Cannabiskonsum in Berlin. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Jörg Carstensen (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Jörg Carstensen)Demonstration für die Legalisierung von Cannabiskonsum in Berlin. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Jörg Carstensen (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv/Jörg Carstensen)

Landesregierung befürwortet Modellversuch - Berlin plant bereits Antrag

Die neue rot-grün-roten Bremer Regierung will im Rahmen eines Modellversuchs die kontrollierte legale Abgabe von Cannabis testen. "Bremen setzt sich für einen wissenschaftlichen Modellversuch zur kontrollierten Abgabe von Cannabis ein", sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Dienstag. "Da werden wir die Möglichkeiten ausloten, um so etwas auf den Weg zu bringen."

Über einen solchen Modellversuch wird in Bremen bereits seit Jahren diskutiert, bislang kam es dazu aber nicht. Laut Bovenschulte will sich die Hansestadt mit anderen Ländern und Kommunen zusammentun. Auch der rot-rot-grüne Berliner Senat kündigte bereits an, einen Antrag für ein Modellprojekt zur Abgabe von Cannabis an einem vorab definierten Kreis registrierter Erwachsener zu stellen.

Über die Zulässigkeit entscheidet das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Einen Antrag des Berliner Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg zur Abgabe von Cannabis über lizensierte Abgabestellen lehnte es im Jahr 2015 mit dem Argument ab, der Verkauf zu Genusszwecken sei mit dem Schutz vor Drogenabhängigkeit unvereinbar.


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