26.08.2019, 06:52 Uhr

Düsseldorf (AFP) "Allianz für Ausbildung" will Lehre stärken und alle Azubi-Stellen besetzen

Azubis werden in Deutschland gesucht. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Martin Schutt (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Martin Schutt)Azubis werden in Deutschland gesucht. Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Martin Schutt (Foto: dpa/dpa/picture-alliance/Martin Schutt)

Bericht: Bündnis fordert unter anderem flächendeckendes Azubi-Ticket

Mit flexibleren Einstellungsmöglichkeiten und einem flächendeckenden Angebot von Azubi-Tickets soll die Lehre in Deutschland gestärkt werden. Wie das "Handelsblatt" am Montag unter Berufung auf das Programm der "Allianz für Ausbildung" von Bund, Wirtschaft und Gewerkschaften berichtete, will das Bündnis mehr junge Menschen vom Wert einer Lehre überzeugen und wieder mehr Betriebe für die Ausbildung gewinnen.

Das Konzept wollen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Bildungsministerin Anja Karliczek (beide CDU) am Vormittag präsentieren. "Wir müssen es schaffen, dass alle Ausbildungsstellen besetzt werden und möglichst alle jungen Menschen einen qualifizierten Berufsabschluss erlangen", sagte Karliczek der Zeitung. Das sei "möglich, wenn Wirtschaft, Verbände, Gewerkschaften und der Staat gemeinsam an einem Strang ziehen".

Die Wirtschaft soll sich dem Konzept zufolge dazu verpflichten, die Zahl der angebotenen Plätze zu "stabilisieren"; dazu sollen möglichst viele Betriebe neu oder wieder für die Ausbildung gewonnen werden. Zudem sollen "deutlich mehr Plätze offen für alle Schulabschlüsse angeboten werden". Die sogenannte Assistierte Ausbildung für schwächere Lehrlinge soll demnach ausgeweitet und flexibler gestaltet werden.

Um mehr Jugendlichen eine Lehre fern der Heimat zu ermöglichen, fordert die Allianz dem "Handelsblatt" zufolge zudem ein flächendeckendes Angebot von Azubi-Tickets. Außerdem sollen Betriebe, die Flüchtlinge ausbilden, und die Geflohenen selbst mehr Rechtssicherheit bekommen.


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