23.08.2019, 16:48 Uhr

Kopenhagen (AFP) Trump und Frederiksen betonen nach Grönland-Streit Willen zur Zusammenarbeit

US-Präsident Donald Trump. Quelle: AFP/Archiv/MANDEL NGAN (Foto: AFP/Archiv/MANDEL NGAN)US-Präsident Donald Trump. Quelle: AFP/Archiv/MANDEL NGAN (Foto: AFP/Archiv/MANDEL NGAN)

Sprecherin: Regierungschefin und US-Präsident führen "konstruktives" Telefonat

Nach den diplomatischen Verstimmungen im Grönland-Streit haben US-Präsident Donald Trump und die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen miteinander telefoniert. Das Gespräch sei "konstruktiv" gewesen, sagte eine dänische Regierungssprecherin der Nachrichtenagentur AFP. Trump und Frederiksen betonten demnach ihren Willen zu einer Weiterentwicklung der Zusammenarbeit beider Länder.

Trump und Frederiksen hätten zudem die "gemeinsamen Herausforderungen" im Bereich der Sicherheitspolitik thematisiert, fügte die Sprecherin hinzu. Wer von beiden das Telefonat initiiert hatte, sagte sie nicht.

Trump hatte am Dienstag einen für Anfang September geplanten Staatsbesuch in Dänemark abgesagt. Der Präsident zeigte sich verärgert darüber, dass die dänische Regierung einem von ihm erwogenen Kauf von Grönland eine Absage erteilt hatte. Frederiksen nannte Trumps Überlegungen für einen Kauf Grönlands "absurd". Trump bezeichnete diese Wortwahl am Mittwoch als "gemein".

In Dänemark hatte Trumps Absage seiner Reise Irritation hervorgerufen. Frederiksen zeigte sich "verärgert und überrascht". Auch die dänische Königin Margrethe II. verlieh in einer schriftlichen Stellungnahme ihrer "Überraschung" Ausdruck. Auf ihre Einladung hin hätte Trump am 2. und 3. September Kopenhagen besuchen sollen.

Trump hatte am Sonntag ein Interesse an Grönland bestätigt, nachdem das "Wall Street Journal" zuvor berichtet hatte, dass Trump wegen der natürlichen Ressourcen und der geostrategischen Bedeutung ein Kaufangebot für die nordöstlich von Kanada gelegene Insel erwäge.


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