21.08.2019, 16:26 Uhr

Berlin (AFP) Johnson mit militärischen Ehren von Merkel im Kanzleramt empfangen

Merkel (r.) nimmt militärische Ehren mit Johnson im Sitzen ab. Quelle: AFP/Odd ANDERSEN (Foto: AFP/Odd ANDERSEN)Merkel (r.) nimmt militärische Ehren mit Johnson im Sitzen ab. Quelle: AFP/Odd ANDERSEN (Foto: AFP/Odd ANDERSEN)

Bundeskanzlerin sitzt erneut während Abspielen der Nationalhymnen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den neuen britischen Premierminister Boris Johnson in Berlin empfangen. Johnson wurde am Mittwochabend mit militärischen Ehren im Kanzleramt begrüßt. Nach ihren Zitteranfällen vor einigen Wochen verfolgte Merkel das Abspielen der Nationalhymnen gemeinsam mit ihrem Staatsgastim Sitzen. Merkel hatte zuletzt auch den Empfang der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und der Regierungschefin der Republik Moldau, Maia Sandu, im Sitzen absolviert.

Die Bundeskanzlerin hatte dreimal bei öffentlichen Auftritten Zitteranfälle erlitten. Das erste Mal war das Zittern am 18. Juni beim Empfang des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aufgetreten. Wenig später, am 27. Juni, hatte die Kanzlerin einen weiteren Zitteranfall, diesmal bei einer Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier anlässlich der Übergabe der Ernennungsurkunde an die neue Justizministerin Christine Lambrecht (SPD). Auch beim Empfang des finnischen Ministerpräsidenten Antti Rinne am 10. Juli war das Zittern deutlich zu sehen.

Nach dem Abspielen der Nationalhymnen schritten Merkel und Johnson gemeinsam die Ehrenformation des Bundeswehr-Wachbataillons ab, bevor sie zu einem ausführlichen Gespräch ins Kanzleramt gingen. Auf der Tagesordnung stehen die deutsch-britischen Beziehungen sowie internationale und europapolitische Themen. Es handelt sich um Johnsons ersten Besuch in Berlin seit seinem Amtsantritt Ende Juli.

Bei dem Treffen dürfte es vor allem um den bevorstehenden Brexit gehen. Die EU hatte einen Vorstoß Johnsons zurückgewiesen, die sogenannte Backstop-Regelung neu zu verhandeln. Am Donnerstag reist Johnson nach Paris, wo er vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron empfangen wird.


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